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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbarem Fleiß, und auff das Heyl deß Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß vieler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Dotorn lang-gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
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32
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Arytte?-75üch.

Zucker / gieß darauffein Seit! frisches Brunnen - Wasser / oder Rosen-Wasser / das Pinckerl darzu / und ein Maß weissen Weinlager - Brand«wein/ laß wohlvermachter über Nacht stehen / dann laß durch ein Fließ-Papier lausten / und in die Gläser zum Behalt; oder man kan das Ge-würtz nehmen / und in Brandwein paitzen / hernach den Zucker mit demWasser über einem Wenden Kohl-Feuer zergehen lassen / und mit demBrandwein vermischt / darnach durch das Papier lauffen/ und zumGe-brauch verwahren. Wann einem Menschen der Magen wehe thut/ oderWmters-Zeit reisen thut/ der soll von disem Rosolis ein wenig trincken/er erwärmet/ und stärcket den Magen.

N° 6. Pomemntschen-Rosolis.

^Imb 2s. süssePomerantschen/ !öß die SchöUer davon/und schneides sauber auß / doch nicht zu vil / schneid es langlecht / leg es in einGlaß/gieß ein Maß deß besten Wein«Brandwein daran/laß wohlvermacht 8. Tag stehen / hernach brenns sauber auß durch ein gläsernenBrenn - Zeug / unterdessen aber/ weil die Schotter im Brandwein pai»tzen/ löß das Süsseste von den Pomerantschen sauber auß/thue die KernundHäutl darvon/und preß durch ein Tuch gar wohl auß/nimb einPfund Zucker / gieß ein Geill frisch Wasser darauff/ sied ihn / biß er sichspinnt/gieß den außgedruckten Pomerantschen-Safft darein/ sied es wi-der / biß sichs spinnt/ disen Safft hebe auff/ biß der Brandweln von denPomerantschen abgezogen / mische es unter den Iulep / und butters ineiner Flaschen wohl ab / so ist es fertig / so offt man einen darvon nimbt/buttert man ihn auff / wer dann ein Drucken von vilen Essen empfindet /und Blähungen hat / der nehme einen guten Löffel voll / ist auch vor einerkalten Magen / Wind und Sand/ auch vor die Colica/ laxirt die Gall/und ist bewährt.

N° 7. Recept deß Steins-Brandweins.

»Rstlich muß man nehmen deß besten Brandweins 6. oder 7. Maß/solchen in ein weites Essig-Glaß/ so einen langen Halß hat/giessen/sambt den nachfolgenden Stucken: Nemblich eine zimllche Quan-tität Himbsr / auch von den gemeinen schwartzen Wald - Kirschen / sorothe Stingel haben/welche am ersten in einem steinern Mörser mit denKernen müssen zerknirscht werden ; Item Juden-Kirschen 8. Loth/Gundl-RebcwBlätter 4. Loth / Roßmarin 8. Loth / Bioernell-Stcin-brech«Süßholtz<Calmus>Wurtzen/ jedes 8. Loth/ solches alles/wann esmöglich ist zu bekommen / frisch genommene klein zerschnitten / Zittwer-Wmtzen 8« Loth/teutschen 2.

Loth/