Aryttey-Buch.
gantz truncken sey / alsdan stoß wol/ theilß in 4< BrennKohlm/ darnachtheil auch die aögesyhene Suppen/ daß du auffjedmVrenn-Koh!M4.mahl zu giessen hast / vermach den Helmb wohl / das kein Krafft davonmag/ und brenns fein kühl / laß in Kohlm mit sieden / wann die Suppenalle auffgossen ist/so siehe/ das die Materien nicht zu trucken werden/ dasWasser wird sonsten bitter/ und ungeschmack darvon / nimb so dann dasWasser in ein grosses Glaß / vermach das wohl / und laß > 2 Tag an derSonnen stehen/ so ist das Wasser gerecht und gut/ austdieMaterikanman wieder Muscateller giessen/ und 8. Tag stehen lassen / dann zum an-dernmahl außbrennen / wird auch ein gut sem riechend Wasser darauß /man soll es unter das erste nicht giessen / ist gut für Ohnmachten;wannsgar herab ist < und die Materi trucken / so schmeckt sie gar schön / alsdankan man Lavendel oder Rosen Wasser daran giessen / und Pflaster weißüber die Stirn legen / «st trefflich gut.
Dessen Krafft und Tugend.
O ein Mensch hart verwundet wird / gib ihch alsbald 3. Löffel vollein/ das erhalt das Hertz-Blut/und last dem Hertz die Krafftnicht entgehen / es wehret dem Schlag / der Ohnmachten/ derschwckren Kranckheiten / gibt grosse Starckung/ auch in grossen Hunger/und Mangel der Speiß, also soll der Mensch das Wasser offt brauchen/Tag und Nacht so offt ein Löffel voll / das Haupt / und Pulß damit ge-schmiert/ erhalt den Menschen bey seiner Krafft/ man weiß auch /daßkrancke Leuth offt lang damit seynd auffbehalten worden / wann derKopffvonvilenTrinckenwehe thut/der salbe denKopffund Nasen/eshilfttchmbald/ auch einer schwangern Frauen erquickts das Kind imLeib / so es änderst ein Leben hat / man kans auch in grossen Schröckengebrauchen.
N° 11. Das Lronabeth-Schwämel-Wasser.
5Ann es im Man regnet findet man an denen Cronabeth-StaudenSchwckmel/ dieselbe muß man bald herab nehmen/ und meinGlaß thun / und setze das Glaß offener in die Sonnen / so zerge-hen die Schwämlem/ und werden zu Wasser/ setz dann wieder on dieSonnen /biß es sich läutert/ seyhs/ so offt blß das Wasser lauter wird/alsdan nimbt man Gaffer / rothe Myrrhen/ Assanczh/ und gantzen Saff-ran/ auffein Maß Wasser/diser äpecies jedes ein Loth, ausser deß Saff»ran / nur etliche Blüe / den schneid Man / die andern Sachen stost man /jchütt alles ins Wasser / verbmds wohl / setz es wiederum!) an die Son-nen/