Aryney-Nuch.
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^6. Für die rothe Ruhr.
'Rftlich nimb ein Quintl gepulverte Tormentill/Wurtzen/ klein ge-ribeneMuscatnuß/ mit ein wenig Haber - Mehl vermischt/ bachmit einemAy einKücherl darauß/ wans braun ist/ so gib demMenschen 2. Tag nüchtern zu essen/ ist gut darfur.
N°7- Ein anders darvor.
^^ Tem/nimb Muscatnuß/brate sie in Aschen/pulvers/ und gibs demoN Krancken in Kitten-Wasser ein/ es ist gar gut.
N°8- Noch ein anders.
' Tem / nimb dann von einer schwartzen Sau das Koth / machs zuPulver/ darvon ,. Messerspiß voll in Tormentill, Wasser deßTags dreymal eingeben.
N°9- Ein Pulver darvor.
^An nehme die Zäpffen von Wüllischen Nußbäumen / gedörtt / undzu Pulver gemacht/ i.Loth breit Wegrich^Saamen/ der zwi-schen 2. Frauen Tagen auffgehebt/ Tormentill-Wurtzen/üalum^.rmenum, jedes ein Loth, Muscatnuß ein halb Loth/alles zu Pulver ge-macht/ davon ein alten Menschen i.Iuintl in einem Ay/so auffeinemHeisien Ziegel gebratten / eingeben / darauff z. oder 4. Stund gesast/ sol-ches z. oder 4- Morgen gebraucht / und sich vor gesaltzenen Essen gehüt/einem Kind gibt man 1. Messerspitz voll in Umberthum^Köchl ein.
^° 1 c>. Ein bewehrtes Stuck vor die Ruhr.
^Annehme von einem Bock/ wann er abgestochen wird die Leber/siede sie/ ob du sie essen wolst/ schneide sie hernach zu breitenSchnitten/dörre sie auffeinem Rost/stoß dann zu Pulver/behal-te sie in Vorrath / wann nun jemand erkrancket / so macht man darauß/drey Theil / den ersten gibt man ihm Morgens / den andern zu Mittag/den dritten zu Abends / allzeit auffeiner Schnitten rocken Brodt ein / sogestehet die Ruhr desselbigen Tags.
N' 11. Ein überauß gute Artzney für die Ruhr.
^Imb HirschenjBIut zwischen denen Frauen «Tagen / das gar sau/
ber / dsne es in einem BachiOfen / wann es gedsrtt / stoß zu zar,tenPulver/ und gib dem Krancken ein/ nach Belieben-
K"I2.