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Freywillig-aufgesprungener Granat-Apffel, Des Christlichen Samaritans, Oder: Aus Christlicher Lieb des Nächsten eröffnete Gehaimnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens
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358
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Arntte^Nuch.

wen so lang abgeschlagen/ biß man das Quecksilber nicht mehr sicht/ als-dan thut man das Band auffein Vretl / und bestreicht die rauhe Sei'ten darmit/und also auffblossen Leib zusammen nähen lassen/ man mußsolang anbehalten/ biß die Kretzen abfallen/ der Mensch schlagt zwarerstensstarckauß/ vergehet aber wider/ das Band wirftt man alsdanin ein fiiessendes Massel.

NL. Das Quecksilber muß wol gerödtet werden / daß man nichtsdarvon spührt/ sonst ist ein Gefahr / daß nicht in Leib schlagt/ ich Habsetlichen gebraucht/ und gut befunden.

>s° 9. Bad vor die Krchen.

sAn nehm Bier^Tröber ein SchaffvoU/ sülls in ein Sackt / legs inein Kessel mit Wasser/ laß dann heiß werden / alsdan mit dem-selben Wasser die kretzige Pcrsohn gebadet.

X" I O. Recept vor das Beissen und Krchen / auch vor

die wilden Zitrach / und dergleichen.sImb 7. Pfund Hummer-Wurtzen/ ohne Kraut/allein das Hertzl

lasse man darbey/ und zerschnews zu kleinen Stück!/ legs in 8.

Schaffvoll Wasser/ laßes sieden biß das Master braun wird/wie ein Bier/ will man aber mehr Wasser nehmen/ so kommen auch mehrWurtzen darzu/ in disem Wasser badet man sich 8. Tag/1 Stund Vor-mittag/ und i. Stund Nachmittag / zu disem Bad müssen allzeit frischeWurtzel gebraucht werden/ Winterszeit aber dürrer/ so dises Bad imMay angefangen wird / ist es umb so vil besser/ und wann man dürreWurtzel zu dem Bad nimbt/ so müssen mehrers dar;u genommen wer«den/ weilen sie nicht so vil außgeben als die frische / man macht auch vonVisen ftischen Wurtzen ein Salben/nur gleich die Wurtzen in Buttergesotten / und wan man endlich nicht baden will / so befireiche man dieZitrich undKretzen darmit/ist bewehrt.

N° l l. Recept vors Beissen am Leib.

x^Rstlich nimb grosse Kletten-Wurtzen 8. Loth/ Senetblätter z.Loth/Z^ darauffzu giessen den besten Moßler Wein z. Seit!/ ftischesWasistrein Seitl/ in einem zuqebapten Hafen gesotten / biß halberTheil einsiedet/ hernach durchgcsiehen / starck außgetruckt/ und täglichftüheein halb Seitl warmer genommen/ dises muß zum wenigsten 14.Tag nacheinander continuirt/und früh im Beth genommen werden/darauffallzeit ein Stund lang schwitzen/ Nachmittag aber / wird es einWniglaMn.

Item: