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Freywillig-aufgesprungener Granat-Apffel, Des Christlichen Samaritans, Oder: Aus Christlicher Lieb des Nächsten eröffnete Gehaimnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens
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304
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Arytte«sBuch.

lichen nimb Lubstock.Kraut / Ehrenpreiß / Salve / Isop / Erdbörkraut /Creutz Salve^Kaßpappel/Gundl-Reben/Gahel/tlndenes-und Aiche^nes-Laub/Erdrauch/Saurampfier/Iohannes^Kraut/ wilde oder zähmePimpernell/Weinrauten/ oder rothen Saamen das Kraut/ Wermuth/Ooermenig/ dise Kräuter so lang manS frisch haben tan/ soll man derGeiß zu essen geben/ von jeden ein Hand voll/ untereinander gemischt/Gersten grob schreiten lassen/ und von solcher Gersten der Geiß alle Tagzu lecken geben/darunter3erchen-Schwamben/Lorber/ein weingSchwe-bel/ Entzian / kaenum Or^ecum, Allantwurtzen/ Calmuß/ Tormentill?Wurtzen/ Hasel^Ruben / wilde oderzahme ^nZelica^ Süßwurtzl/ Mei?sterwurtzen/Ochsenzungen/ Widerthon/derdie klein Blatl hat/diß allesklein zerhackt/und gestossen/und so vil der gehackten und geflossenen Sa,chen/sovil nimbt man deß Gersten-Mehls vermisch wol untereinander/und thuS ein wenig saltzen/ damits die Geiß desto lieber isset/ darvon derGeiß zu Morgensund Abends zu lecken geben / auff einmal ein Gauffenvoll. ^.

^°2. Recept zu der Sultz.

östlich nimbt man ein schöne frische Kalberne Lungen halben Theil/die schneid man schön sauber zu Stückl/ alle die weissen Aederleinwol herauß/ und wischts mit einem Tuch schön sauber ab/ hernachnimbt man einSchild-Krott/ ein Weibl/und machts also roher auff/undhack herab/wie zum Kochen/denKopff/Fuß und Schweiffweg, hernachtrückert mans auch mitieinem Tuch ab/ und erquetscht ihr alle Beinl/und vermischts mit der Lungen/dann nimbt man nachfolgende Kräuter/als Waldmeister/Storchenschnabel/Lungl-und Leberkraut-Hirschzun-/gen/dür: oder frisch Körblkraut/Odermenig/Huefflattich dieBlatl/Vo,ragiblüe/ Creutz-Salve/ Lindenblüe^Petzl / die muß man zerquetschen /Andivi/ Zigoriwurtzen/ klein zerschnitten/ 3. oder 4. nachdem sie großseyn/auß 2. Lemoni die Kern/ die Krauter alle auff das kieineste gehackt,hernach nimbt man darunter gefälltes Hirschhorn / AicheneMistl / auchgefallt/ jedes ein Iuintl/ misch alles wohl durcheinander/die Lungl/Schildkrott und Kräuter lege auch darein/ wieauch3.oder4.2igin.Ducaten/ in ein Flaschen wol vermacht/ setz in ein Wasser/ laß 5. Stundsieden/ wie einCapaun-Sultz/ aber daß bey leib rein Wasser dareinkombt/styhs dann in ein Schallen/und nimb alle Morgen 3 Stund vordem Essen/ s. oder 6.Leftel voll in der Nüchter warmer/man legc auchindie Mitten ein gantze Muscatnuß / dise Sultz fangt man an zu trincken /den Tag nach dem Neuschein/ und dises 3 - oder 4. mal im Jahr/ oder soofft man will/ je öffier je besser.