Arynex,Buch
20Z
K° 1 2. Ein gerechtes Recept/ vor dieDön undLungl-
Sucht/ so vilen Leutyen geholffen har.
^Imb das Inkreusch/ Lunglund Leber/ auch das Hertz von einemGambsen im Dreyssl^stcn zwischen unser lieben Flauen Tagengeschossen/ so ist es desto besser/ zerschneid solches eines Fingerslang/dönsim Sommer am Lufft/ oder in einer warmen Stuben/ abernicht bey der Sonnen / oder Feuer/wann es wo/dun ist/ so legs in ein
glasiertes Geschir:/daß wann es angeschwüllt/genug Platz hat/gicheinguten Wem darauff/ daß es alles schwimme/ schwäre es zu/ daß derWem darüber gehet/ vermachs wol/ daß nicht außraucht/ setz an einkühlesOrth/ und schau täglich darzu/ daß das Geschin wegen Auff,schwellung nicht zerspringt/ oder aber schütt Wein zm daß es immerschwimme/ laß stehen 7. oder 8. Tag/ auff den 9ten Tag / wann derWein nlcht durchgangen wäre/ kan man mit einem Messer darein ste,chen/ ob es alles wol lind ist/wann es wol erwaickt ist / muß es zum amderen mahl gedöitt werden/ wie eben vermelt / dann dasselbige wie-derum!) gewaickt/m den vorigen Hafen oder Krug/vermach es wol/ wiezuvor/und laß aberwWcin schwimmen/biß auff 7-oder8.Tag/ wannes noch hart ist/ so kan man das jenige/ was hart ist/ länger waicken las-sen/das Erwaickte aber lassen dür: werden/ wann alles gewaicktist/ zumdrlttenmahl/wie zuvoraedörtt, und zerstossen/ durch ein Süd aefahct/
vondisemPulvernimbtägllcheingufenMessersptßineinLeffeivol/gutcnWein/der überschlagen ist/ odereinem Bier/ wann man schlaffen geheteingenommen/hat Menschen und Vieh/so an der kungi scynd kranck geiwesen/wiederumb leibig gemacht/und ihnen geholsscn/ wann man dasVieh geschlacht/hat sich befunden/ daß sich die faule Lunglgantz abgc-schallt/ und der ungesunde Theil wiederumb frisch gewachsen.
N° 13. Für die Don und Husten.
^An nemb der kleinen HuffBlatschen / stoß sie zu Pulver/ m'mbhernach von disen ein Leffelvoll/ rührs unter einem Ay wol ab/zerlaß frischen neuen Speck/schütte das Ay darein/und bacheinPfantz! darauß/ gibs dem Krancken frühe zu essen/und laß ihn^Stunddarauft fasten/gib es 9. Tag nacheinander/inglcichen von obigenPulverein Leffel voll/ auffeiner gebieten Schnitten Vrodt in Wein gewaickt/auffden Abend nach dem Essen/auch 9. Tag gebraucht/ doch wann derMensch hitz hat/ so ist der Wein nicht zu rathen/sondern ein Wasser dasdienlich ist.
Lc 2 N° 14.