Druckschrift 
Freywillig-aufgesprungener Granat-Apffel, Des Christlichen Samaritans, Oder: Aus Christlicher Lieb des Nächsten eröffnete Gehaimnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens
Entstehung
Seite
70
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

7«

Aryney-Buch.

einer Flaschen so lang sieden lassen/ biß alle Feuchtigkeit verzehrt/ durch,geprest / wieder so vil Müntzen,Kraut/ wie auch deß außgeprestenSaffts genommen/und wie vor an die Sonnen gestellt/ dißalso z. malreperirr, daß es gar krcWg wird. Dises Oel ist ein sehr köstliches Mit,tel vor ein erkalten Magen/ hilfft die Speiß wol kochen / ist auch trefflichwider das Brechen / oder Übergebung deß versambleten Schleim imMagen/ macht guten ^ppenr, erwärmet die erkalte Mutter/ und ist einköstliches Oel wider die Colica / so von erkalten Winden in den Barmenherkommen.

N° 26. Das reissend Oel zu machen/ so sehr gut.

^ImbGundel-Reben 2. Hand voll/ Tag und Nacht« Blümel 1.Hand voll/ Ringldlumen auch so vil/ Abruten/ DiUenkraut/Hünner,Därm / ChamillenHlümel/ auch jedes 1. Huio voll/alles vom Stingel abgestreifte/ undzusammen gemischt/ durauß machz.Theil/alsdan hackt man em Theil/thut stlbiges in ein zinnerneKandl/bey 3. oder 4. Seit! / nach dem das Kraut vil ist / gieß Baumöl darauff/daß 2. Finger darüber gehet / setz in siedend Wasser/ vcrmachs wol daßkein Dampft herauß gehet/ lau z. Stund sieden/ und also ül'er Nachtstehen/zu Morgens preß durch ein Tuch wolauß/ mmbdasselbigOelwieder und gieß über den andern Theil der Kräuter/ und also zum drit,ten mahl/wie zum ersten / zu letzt wann mau das Otl m dle Glasergiest/gibts ein braunes Wasser/ das muß man weg gissten,- Es ist ein kostli-ches Oel vor junge und alte Leuth/vor dasRelssen/ darmitzuschmie,ren/ auch in einer Suppen darvon einzugeben/ einem Kind 3. oder 5.Tropften/ das braune Wasser ist gut in Clistiren ^gebrauchen ^ vor das

Reisten, probarum.

^l° 27. Das rothe Oel für das Steinbrechen.

^An nimbt den vierdtenTcheil eines Korbes/ zerhackt denselben

' gantzkiein/darüber schütte 4'Pfund Baumöl/ kochs/daßalle

Klafft herauß gesotten / dann gib ihm die Färb mit den wthen

Wurtzen / gesyhen / von disem Oel deß Tags viermal etliche Tropften in

einer Suppen geben/ und darmitgefchmieret.

n°28. Ein Oel für die Ruhr.

^ An soll nehmen auß allen vier untern Lauften eines Hirschen das

' March/ selbes in ein Glast gethan / und ein gcschabene Muscat-

nuß darunter rühren/ an die Sonnen gestellt- Von disem Oel in

eine»