Aryney-Vuch. 6/
Büchsen / will mans aber zu ein Pflaster haben / muß man desto mehrerWachs darzu nehmen/ so ist es fertig.
N°8- Wie man das Fuchs-Oel macht.
^> Rstlich nimbt man ein halb-gewachsenen / lebendigen Fuchs / undZH thut ihn in ein kupffernen Kessel/gieß 8. oder9. Pfund Baum-Oeloarauff/ dem Fuchsen muß man die Fuß zusammen binden/ dannsonst springt er herauß/deck ein Brett auft den Kessel/daß es gleimb dar/übera.ehet/ und vermache? umb und umb/daß kein Dampffaußgehet/un6 lege grosse Steiner oarauff/ damit der Fuchs nicht herauß tan / laßihn so lang sieden/ daß er koch-waich wird/ darnach außgeprest/ seyh als«dun das Oel hcrab. Hises Oel ist gut fnrdieDo«/ auch vor alle Schä«den/ Schwinden der Glieder/ darmit geschmiert; und vors Vieh gut/auch so die Nerven oder Flächsen star: seyn/ zugebrauchen.
>s° 9. Ein gutes Oel/ so alle Fistel heylet.
^Rstlich nimb SchlangenlKraut / Rotbucken / Nachtschatten/ jedesZ^ i.Handvoll/ sied es in einem Pfund Baumöl/ drucks durch einTuch starcl auß/ so dann nimb 1. halb Loth klein geribenen Gaffer/thue ihn in das Oel / schütte es in ein Kandl / oder zinnerne Flaschen /und setz es in ein siedendes Wasser/ laß so lang sieden/ als maneinAysiedet/ hernach schütte es in ein Geschir:/ und leg Nacht-Schatten'Blatter darcin/so ist es fertig. Wann ein Mensch ein Ml hat/ sott er sichmit disem Oel schmieren / und ein Blatl von dem Nachtschatten - Krautdarüber legen / so heylet es alle Flsteln / auch andere Schäden / sie seyndalt oder neu.
i Q. Ein Oel fürs Fallm und Wehethun.
'Imb Baum-Oel/ und guten Brantwein/ eines so vil alsdeß andern / an der Sonnen ein gantzen Sommer lassenstehen.
N° 11. Ein gutes Oel für alle Geschwulst.
'Imb ein Laub.Frosch / und laß ihn in einem halben SeitlVaumölertrincken/von disem Oel gib dem Krausen alle Tag ein/ den er-sten Tag i.Tropffen/ den änderten2.den dritten3.und sofortan /biß 9. Tropffen genommen seyn/ hernach nimbt man wiederumb soab/ wie man auffist gesiigen/ biß auff 1. Tropffen/ es dienet gar wol.
I 51° 12.