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Freywillig-aufgesprungener Granat-Apffel, Des Christlichen Samaritans, Oder: Aus Christlicher Lieb des Nächsten eröffnete Gehaimnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens
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Arytte^Buch.

wann sich ein Mensch in derPest-Zeit beklaget/ tan man ihm ein Löffelvoll oder mehr eingeben/und darauff schwitzen lassen. In kalten Fieberndienet diser Essig ebenfalls/ darvon emLössel voll eingenommen/ undHarauffgeschwltzt/ ist vilmals probirt worden.

Aon allerley Mfft.

i. Den Alkermes zu machen.

^Imb ein Loth groblecht geflossene Alkermesbör/ thue sie in ein' Messingene Pfan / so ein Maß halt / darauff gieß frisch Wasser/biß obenan voll ist/ setze es über das Feuer/ so bald es anfangtaustzusieden so trovffe nach und nach Weinstein-Oel hinein / biß und solang du siehest/ daß es die höchsteScharlach-Farbbekommen hat/ sodann seyhe es durch ein saubers Tüchl in einen verglasserten Weioling /nimb z. Loth guten rothen geflossenen Allaun / und zerlaß ihn im frischenBrunnenwasser/ über ein gelinden Feuer/ wann der Allaun zergangenist/ so seyhe ihn durch ein wollenes Tuch/ daß sein klar wird / sodanngieß von disem Allaun, Wasser nach und nach hinein in das obige rotheScharlachfarbe Wasser/ biß und so lang du siehest ein Pulver zu Bodenfallen / alsdan höre auffvon disemAllaun-Wasser hinei.izugiessen / undlasse dise zusammen so lang stehen/ biß sich allesauffden Boden gesetzt/seyhe dises Wasser/wo das Pulver auffden Boden geschlagen ist/ durchein Flüß-Papier/ so bleibt das Pulver aussdem Papier ligen/ damitaber die Schärfte von dem Pulver hinweg kombt / so glcjse auffdas rothein dem Papier ligende Pulver/so langftisch laublechtes Wasser/welchessauber muß sey/biß du nichts mehr Scharffes spühren thust/dises sambtdem Papier trückne in einem Schatten / wie ein nasse Leber / so ist daSPulver als das Pnncipal-Werck zu Alkermes fertig/ sodann nimb einSeit! MuschantzkerHepffel-Safft/ von feinesten Zucker 2. Pfund / laßalle beeve in einem erdenen Geschm dick einsieden / und wann derSafft erkaltet/ so thue ihn in ein Messingenes Beck/ und thuevyn demobigen Alkcrmes-Pulver/ so noch seicht seyn muß/ und rühre mit einemböltzern Stösse! so vil hinein / biß der Safft die höchste Scharlach Färbbekombt/ dann es hat kein gewisses/wie vil man nehmen muß, sondernsich nur nach der Farbzu richten / wann er also die höchste Färb bekom-men hat/ so mische auffvie letzt nachfolgende Pulver hinein / Paradeyß-Holtz) Iuintl/ gelbes SandliHoltz 6. Huintl / Zimet 2 Loth / pr<rpa-ritten^»xillizlasuri s.Iuintl/ Comllen i. tolh/ Perlen z.Iumtl/

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