Aryney-Buch.
Won allerley Zpilitibus, so auß Ulumen/
Blühen, SchaUer, Frückten/Krautern undWurtz-lenzudistilliren.
>l° i. Wie man den Faltrian-Geist macht.
,ImbabgezupfttenFaltrian nach Belieben/ chueihn in ein MW^ ne oder zmnerne Flaschen / daß voll wird / aber nicht emaedructt /gieß den allerbesten und stärckestm Wein darauff/ daß das Geschm g.intz voll wnd/ laß 3. Tag im Keller wol vermachter stehen / Unach wann mans will aufbrennen/ so legt mans in Brenn'Zeua ein/undlegt oben auff wieder abqezupfften Faltrian/ daß aber nicht i',Wcnkombt/ damit der Dunst durch den Faltrian tan gehen /und allieit wa, n,man lhn ein egt< muß man frischen Faltrian darausslegen/ wann es allesaußbrennt,st/ so la,^ noch ..oder,, mahl herüberlauffen / allzeit mitsuchen Fattrlan-Blue/so wird es gar starck, darnach thut man ihn in eulMaß/ und henqt em wenig Ambra und Bi^m lneinsublilesTücblen
daeem/abermchtyarzuv.l. daßeseingutenGeschmackbekombt/wieauch schon wechen Zucker^Candl nach dem mans gern süß hat / und drenBla-tl geschlagenes wold/ damit es dle Krafft behalt. "
K° 2. Dcn Glider oder Ameiffen Geist zu machen
^Rstl.ck nlmbt man deß starckesten Gleger.Branlwein z. oder 4.SH Mai;/thut daremLavendl M^oran/Roßmarm/Kundlfraut/HertzemFreud/ Eyse^ra.lt/Mellffen/Salve/von disenK^tern zedwedern e,nen guten Theil/ hacke es/ und laß es paitzen etlickTag/ hernach brenn es auß, alsdan nimbtmanAmeissen/ mitlambtden Ayln/ 3. oder4. Hand voll / thue es,» den Brantwein / laß es wie.der em etltch Tag stehen / und brenn es wieder auß / nimb ein we.st nSenffemVlertllng/ Wcyhrauch/ Mastix/ Paradeyß,Holß/ Ma /Muscatnuß/ icdes i.Loth/
than / und wieder außbrennt / so ist er fertia/ vermache ihn wob! - Nond^sem Geist schnürt man sich frühe / und zu Nachts/ ohne Feuer / wo derSchmertzen ist /aber man muß es ein Zeit brauchen/ hatvilenLeutbendle^chmertzen benommen/ auch lahmen Gliedern die Stärck wiedergebracht. »^^«
>I°3- Wie man den Kundlkrauk Geist macht.
An N'mbt Kundlkraut niit snmbt der Blüe/und hackt es klem/llme' esmemFlaschen/ und gieß gar guten starckenWein darauff,
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