lc>z
R«ch-25Uch.
Ofen wolabtrückern / darnach soll mans im Zucker umbkehren / daß er seindün daran hangen bleibt/einen neben dem andern auffs Reiter! legen / in ei-nem Bach'Ofen/ oder gar heissen Stuben geschwind trückern / so bleiben sieinwendig sein weich/ man soll auch mercken/ wann man sie trückeru will/ sollmans zuvor in dem Sprup/ darinn sie gelegen seyn/ zimblich weich sieden/und noch mehr Zucker daran legen.
484. Das schone durchsichtige Ri«enwerck zu machen.«WUst die allerschönsten Kitten / so nicht roth und mailig seynd/ gar weich^"sieden/ wol dick schälen/ damit nichts rothes darben bleibt/ und nur dasBeste herab schneiden/ geschwind durch ein enges Gib schlagen/nur wasgern durchgeht; weil man dieKitten durchschlägt/soll man wieder einZuckersieden/damit sie nicht lang stehen dörsten/ man soll auft ein halb Pfund Kit-ten ein Pfund deß allerschönsten Zuckers nehmen / denselben gar klein zer-schlagen/und darein ein Seit! schönes Wasser giessen/ und solang siedenlassen/ daß / wann man ein Tropffen in ein kaltes Wassersallen W/er vonStund an gestehet / und zwischen den Fingern / als ein Wachs wußten last /darnach soll man dit Kitten darein rühren/biß fein g/at wird,' man mußnicht gar lang rühren/es wird sonst nicht durchsichtig. Darnach soll mansin die darzu gehörigen Model schlagen/ dieselben zuvor ins Heisse Wasser le-gen/ hernach in einer Stubeni doch nicht gar in einer warmen Stuben lassentruckeu werden/ wann mans in einer gar warmen Stuben trücknet/ bekom-men sie gar ein grobe Haut / es muß auch nichtzu kalt seyn / man kans auchmit allerley Farb,Tüchern gefärbt machen / wann man dieselbe in dasWasser weicht, das man an den Zucker giest; mit blauen KormVlumen-Safftkan mans schön blau färben/ daß es schön an Gestalt gesotten/ unddie Kitten darein geeicht seyn/ wann man nur ein klein Leffei voll diesesSaffts darein giest / man muß ihn nimmer sieden lassen. Man kans auchmit den Balgen von schwartzen Weinbörn Weixelbraun särben/wann mandie gar wohl außgepresten Bälg in dem Wasser siedet / das man an Zuckergiest / biß es die Färb annimbt.
43 s. CirromiSpalrett einzumachen.Z>Ie Citroni muß man langlecht/oderrund spalten/und 9.Tag in frischen^ Master ligen lassen/alleTag in ein frisches Wasser legen/ mit derHand von ein Geschir: in das andere legen / hernach setzt man in ein grossenBeck ein Wasser über/und laß sieden / man saltz das Wasser so vil / als manein Fleisch suppen saltzt/ wann das Wasser sied/ so legt man den Citronidarein / und laß ihn zimblich wol sieden / so vil man ihn weich oder hart hal-ben will / und nach dem legt man ihn wieder in ein frisches Wasser / laß ihnein halbe Stund ligen/ und leg ihn in etliche frische Wässer/ allzeit über einehalbe Stund 3. oder 4. mahl / hernach legt man ihn auffein saubers Tuch/
daß