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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
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Roch-Vuch.

Wasser darauff/ laß es gemach zergehen auffeinem kleinen KohüFeuer/ esmuß aber nicht sieden/streich es durch ein neues härenes Süb/gieß es indie Sultzen/ theile die Sultzen in drey Theil / thue lurnalol in ein Theil /oder blauen Veigl-Safft/ die andern Theil laß wie es an ihr selber/ zumdritten Theil nimb Mandel/ stoß sie wohl/streich sie durch mit de« Sultzen/so wird sie schön weiß/ gieß ein jede Färb besonder in ein Geschim/ richte dieFarben durcheinander an/ besteck es mitZirbernüßl/und gib es /man fülltes auch in außgescha'llte Limmes- oder Pommerantschen-Schaalen.

KL. Neben diser Sultzen seynd gar vilierley in demArtzney-Buch zu finden / welche in dessen Register imWort Sultz können nachgeschlagen werden.

!on allerhand Würstel/Mnödel/

Strudl.

127. Ralberne Würstel zu machen.

lAn soll KälbernesBrätl / jambtvilKülbernen Faisten Nein hacken/^ und darunter mischen/ eingesaltzene Lemoni/ auch ein Semmel-schmollen in obere Milch geweicht/ auch Pfeffer und Majoran / darnach einMloernes Netzl/das Gehackte darauffschlagen/fem Würstel darauß ma-chen/ mit einen Faden binden / und auffdem Rost bratten.

128. Würstl von Captlun- und Huner^ebern.«i^ssAn soll die Lebern und Faisten von Capaun klein hacken / pfeffern/ und"^ gar lindsaltzen/ ein gute obere Milch daran gieffen/ und von einemSpanfarckel die grösten Därm einfüllen / und in einem heissen Wasser einwenig überbrennen/ darnach auff ein Rost legen.

129. Hirsihen-Würstel zu machen.

HssAn soll ein gar saubern Faisch von Hirschen auffheben/ darnach ein^^Iungsrau-Brätl klein hacken/ein Rinderne Faisten gewürftlet schnei-den/zimblichvil/und darunter mischen/ auch so vil Faisch darem seyhen/daß sein roth wird / darnach pure obere Milch darzunehmen/daß feindick wird/wie zu den Leber^Würsten/darnach saltzen/und gewürtzen mitPfeffer/ Imber undgestossenen Muscatnuß / und in den faisten Miß-Darm von Hirschen einfüllen / der zuvor sauber geputzt ist, darnach in ei-nem heissen Wasser überbrennen / aust einem Rost bräunen / und auffgrüneBlätter anrichten.

1)0. Ein