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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
470
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Aeyttey.Buch.

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3 o. Dises ist an etlichen Persohnen probirt

worden.

An nimbt die ordinari Attich-Salsen / und thut einen Brant-wein darunter / rühr es wohl ab / doch daß gleichwol Michdick ist/ und druck ein Tüchl darein / leg es über diegeschwol-

ne Fuß/ wann es trucken worden / so netz es wieder ein / so ziecht es

die Geschwulst auß.

x° ZI. Mehr vor die Wassersucht und Gliederwehe.

Eu-Blumen in Wasser oder Wein gekocht/ demnach in einSa'cklgethan/ und warmer auff den Magen gelegt.

55° 32. Ein anders.

!>Tem/ sollman nehmen Brantwein/ Venedische Saiffen / bist zweyStuck durcheinander gemischt/und emen guten Sud thun lassen/darnach auffein Tüchl gestrichen / undauffdie Sohlen gelegt/das im Tag 3. mahl v erneuert.

N° 33. Ein anders vor die Wassersucht.

!^Imb frischen Kreen auß dem Erdreich / welcher niemahlen in keinWasser kommen / schabe die Erden sauber ab / schneide die Wur-tzen nach der Längs gar klein gewürffelt / sto/st sie in einem Mör-ser/ als ob du ihn über ein RindfleW stossen wollest / wann der Kreengenug/ aber nicht gar zu klein geflossen / so nimb halb so vü frisches Tau-ben - Koth / stoß selbes unter den Kreen / so lang biß sich beede wohluntereinander vermengt haben/ nimb ein leines doppeltes Tüchlein/solang und breit die Fußsohlen seyn / streich das Geflossene wie ein Pfla-ster auff/ binde es dem Patienten unten auffbeede Sohlen / und so offtein Stund vorbey/ siehe wiederumb darzu/ wann sich der Auffschlag dür:und trucken befindet/ thue das hinweg/ schlag wiederumb frisch darüber/das thue so offt und lang / biß sich der LKeir am Krancken würcklich er-weist; das Erkennen der Würckung würdest du finden an dem Kran-cken / wann der Urin durch das gewöhnlich Orth hefftig von ihm filest /dann dißein Wasser/ so in allen Gliedern deß Menschen steckt / von disemTauben'Koty und Kreen gezwungen/ und außgeführ^t werden muß/und ist nicht vonnöthen einige inner-oder äusserliche Medicin zugebrau-chen/ es sey Schmirerep oder was anders.

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