Druckschrift 
Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
346
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

346

Aeytte?-Bucli.

glüend werden / den Aschen wohl weg geschlagen /gieß darauss/ daß essich zu einem Fladl bacht / reiß dasselbige voneinander / und leg dasdem Kind so warm als es erleyden kan / auch das Baucht / dises ö/ftersals einmahl.

Wor den Uand der Winder.

i. Ist dises zu gebrauchen.

^Imb Petersil - Wurtzen und Kraut / schneid es klein / in ein Ha'ferl^ ein wenig Kimel darzu/ gieß Wasser darauff/ laß sieden / wann eseingesotten ist/thue Butter darein/ streich esauffeinTüchl/leges etlichmahl über die Reyh.

^s° 2. Wann der Schmertzen mit disem nicht Nachlaß

sen wolle.! Oll man nehmen Cham'llen - Blühe / wcissc Pappel / blau Veigl-kraut/ undLeinsaamen in Wasser gesotten / tunck ein Schwamdarein/ wiederumb außgedruckt/ und warmer auffdas Gemacht!gelegt/ so es kalt wird/ wiederumb eingetunckt.

55° 3. Ein anders.

»Ann dises nicht helffen solte/ so muß man nehmen ein Federl/ inein Oel tuncken/ und hinein reiben ln das Rv'hrl / daß dijes auchnicht helffen wolt/kan man das Kind in das Bad mit den Lenden

setzen / und nach dem Bad das Orth deß Gema'chts / m/l L'Hoimi/m /

Veigl-und Pappel-Oel salben.

51° 4. Für den Stein der Kinder

, Ann kleine Kinder den Stein haben/daß sie ihr Wasser nicht lassenkönnen/ so nimb ungestämbten Hirsch mit Hache! und allen/ siedeihn in Wasser und Wein/ leg es in ein Sack! dem Kind / so warm

es erleydcn kan/ auff/ so kombtcs alsobaldzu recht/ diß ist an einem Kind

mit s. Viertl Jahren/ und sonst probirt worden»

Mann die Wnder so übel schlaffen/ und man

keine Ursach findet/ daß ihnen etwas ist.1. Kan man dises brauchen

;S hat nichts zu bedeuten / geschicht wohl öffters / daß sie auß demSchlaff kommen/so soll man / wann man das Kind niderlcgt / die

Windl