Zi6
Ary«ep,Buch.
K°
6. Für den Schwindel.
^An nimbt von einem Pfauen das Koth für einen Mann/ für einWeib aber von einer Psauin / stoß klein / thue bey einem Huintlin ein Gla'ßl / und gieß ein Wein darauff/ daß er 2. Finger dar-über gehet/ laß über Nacht waichen/ zu Morgens den Wein darvongetruncken.
N° 7. Ein anders.
!,Tem/ alle Morgen ;. oder 4- Marillen-Kern geessen/ oder zuMorgends nüchtern 2. Cubeben / oder alle Morgen eine Löffelvoll Cardobenedict - Wasser / oder Pulver in einer Snppen eimgenommen.
N° 8- Noch ein anders.
^Tem/ nimbt man klein geflossene Cubeben und Nckgerl/ jedesgleich/ in Brantwein getruncken/ vertreibet den Schwindel indrey Tagen.
9. Wieder ein anders.
^Tem / nimb Regenwurm / die kein Glied haben / vermach dieselbenin einem Glaß/daß kein Dampff herauß mag / und setz mitten inein Ameiß Haussen/ laß 9. Tag stehen / so wird darauß ein HellesWasser/ mit demselben geschmiert.
5l° 10. Ein anders.
^Tem/ nimb neu gelegte Ayr/ so vil du wilst/ legs in ein scharfen Esi-sig/ laß darin/ biß die Schaa/en waich werden / alsdan nimbs her-auß / und bohre mit einem Pfriem ein Loch in die Ayr / laß dasWasser herauß rinnen/ thue selbes in ein Glaß / setz an die Sonnen / her-nach wann ein Mensch den Schwind! hat/ der netz ein Tüchl in das Was«ser/ und bind ihms umb das Hirn.
K° li. Mehr ein anders.
^Tem/man nehme klein geflossene Lorbör / fülle darmit ein kleinesSa'ckl/ daß ein Viertl lang ist / und drey Finger breit / netz es einwenig in Wein/ leg es vorn auffden Kopff.
12. Ein Säckl vor den Schwindel.
^Imb i.Iuintl Leibfarbe Rosen/ Lavendlblühe/Roßmarinblühe/jedes i.Quintl / Majoran so vil man mit 3. Fingern fassen kan /ein Loth Florentinische Veigl, Wurtzen/ anderthalb Huintl dünn