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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
306
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Aeyne^Vuch.

der Kräuter jedes ein starcke Gauffen voll / was ein grosser Mann halte«kan/ leg es in das Regen-Wasser/ leg darzu / so vil SchaffWasser seynd/so vil Pfund Rindfleisch/sambt Fletsch und Beinern/ wie es an ihm selb-sten ist/ laß sieden / daß die Kräuter und Fleisch gantz waich und zcrsottensepnd / daß es voneinander fallen will / sodan gieß durch ein Tuch / sied-heisser in die Wanne / nacher gieß wieder so vil rohes kaltes Regenwas-ser / und so vil deß kalten rohen Regen-Wassers ist/so vil gieß neu gemol-kene rohe kalte Milch sambt dem kalten Regen - Wasser / in das Hcissein die Wanne hinein/ist zu mercken/ es muß mehr kalte Milch und Re-gen-Wassers seyn/als deß heissen Bad/ darin das Fleisch und Kräutergesotten haben/daß gleichwol der kalten Milch und deß kalten Regen-Wassers jedes umb 2. Schaffmehrers seyn muß/ wird es dann zu kalt/so kan mans mit gesottener Milch und Regen-Wasser wärmen / oder mitetlich glüendenweissenKiselsteinen rechte Wärme geben/ man muß ohnedem nicht heiß/sondern in rechter Wärme haben/ und nach jedwederenBad die Ochwind-Salben an ganßen Leib schmieren / darauff». Stundim Beth rasten/ und wann man Durst hätte/ kan man 2. Stund nachdem Bad einen guten Trunck von der nachfolgenden Milch nach Durst /und auch sonsien allzeit so vil man will / trincken / man kan auch / nach-dem man ein Stund nach dem Bad im Beth gerastet / aller Orthen auffoffenen Lufft gehen/ oder außsahren/ nach Belieben.

Alle Morgen muß man ein frisches Ay / welches nicht 24« Stund altist/ mlt 4. Messer spitz wohl auWfast Zucker-Penat eingerührter außtrincken/und wann einen darauff dürstet/ so kau man gleich darauff dieMlch trincken/und nacher zu Morgens oder Abends nach Gelegenheitins Bad sitzen/ das Ay schadet nichts / es füllet auch nicht den Magen /au^ "^.. Trunck Milch nicht / aber mit vollen Magen ist nicht gut baden /und nüchtern muß man das Bad auch nicht brauchen/ sondern zum we-nigsten ein Süppel mit einem eingerührten frischen Ayr-Dotter essen/und gleich darnach kan man baden gehen.

N° 5. Dise Stuck seynd zu dem gesottenen Waffer/dar-

von man in der Ne5jca, oder abdörrenden Leib zu trincken pfleget/

wie auch die Mandel-Milch/ wie hierinnen geschriben

stehet/ Abends zu trincken.

.<MRstlichen Bockshörnlein/ kleine Weinbörl/Mben/ Feigen /jedes

<M? ein starcke Hand voll/Aneiß/Fcnichl/jedcs ^Löffel voll / Muscat-

" blühe/ Zimnttt/ Imber/ jedes ein Löffel voll/Käßpappel/ Ochstn-

"-gen/Voragt/rothoraune Nägerl/Ringelblüml/ weisse Rosen/so man

die