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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
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255
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Aryne^Buch.

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Ein Wein zum Auffbinden auffdas Geburt - Orth / ein Theil unge-salßene Rind-Suppen/ und einen Theil guten weissen Wein / Baum-Oel noch so vil / als der Wein und Suppen ist / oder an statt deßBaum-Oel / weiß Lilien-Oel genommen / laß untereinander sieden / wie einiehnesAy/ netze vierfache leinene Tücher barein/ leg es der Frauen sowarmsieeserleydenkan/ übergemeldtesOrthauff/ das meiste drey-mahl/ wo aber von der Geburt grosse Geschwulst vorhanden wa're/ öff-ters gebraucht/ ist sehr gut.

Pinckerl für das Ungeseegnet nach der Niderkunfft / in den

6. Wochen zwischen den Brüsten zutragen.

Mstlich nimb 5. v. von einem Roß,Zürg / einen Assang / Bibergail/Gasser/etlicheSassranblühe/ geweichte lindene Kohlen / e»nge-schnittenes Rintl Brod/geschnittene Rauchkertzen / so am Liecht-meß<Tag geweyhet worden/rotho»Murchen/ Weyhrauch / von jeden einwenig/ dises alles mischt man gar wohl untereinander / und bind es als-dann in einen rothen Zendl/ oder weisses Tüchlein ein/ zu einemPinckerl/knüpffein Schnürl daran/ und heng es an Halß.

Diß Bad hab ich und viel Frauen denen Kindern allezeit/wann sie gesbohren worden/das erste Bad zurichten lassen wie hernach folget/wegenVerhütung der Frmß/es ist auch andern gebraucht worden/deren Kindersonsten allzeit an der Fraiß gestorben seynd / denen dises Bad geholffen /Haß ihnen die Kinder seynd beynt Leben bliben. pi-nbarum.

te Wesserspitz klein geschnittene Aichene Mistl/ klein zerschnittene Biber-gail;. Messer spitz/ i f.Petonienkern/thue es in ein neues Hafen/gieß 3.Halbe guten weissen Wein darauff/ daß der Wein über die Krauter ge-het/ laß über Nacht stehen/ so es seyn kcm/ wann esgleich länger stehet/hat nichts auff sich/man muß die Kräuter einwaichen / so bald die Fraukranck wird zum Kind / laß es demnach etliche Sud thun / oder sicdheißwerden/ mit dem bade das Kind / und so man es zum erstenmal)! badet /giest man dieKrckuter unter die Bad - Windl samöt dem Wein / undmacht esalsdan mit dem Wasser in der Wärme an/ wie es seyn soll.

Man gibt auch in dem ersten Bad/ und also9. Tag nacheinanderin einem schwartzen Kürschen-oder Lindenblühe-Wasscr/oder da sie dasWasser nicht leyden können/und allzeit brechen/ in einer Spün gar einwenig Elend-Klau / so gerecht ist/ und durch ein dün Tuch gefähet / auchein schwartzPülverl/ und ein wenig geweychte lindene Kohlen /mit eisnem geschlagenen Gold/alles zusammen gemischt/ mach 3. Theil dar-

auß/