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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
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Aeynep-Bach.

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zugebrauchen (doch sollen nicht zu vil Mittel auffeinmahl gebraucht wer-den/damit die Natur dardurch nicht zu vil geschwckcht werde/ sondernauch die andern Mittel so schon gebraucht/in ihrer Würckung nicht ge-hindert werden/wie offtgeschichts/daß ein Mittel in seiner besten Wür-ckung ist/und durch ein anders Mittelinseiner Würckung gehindert undzerstöhret wird) braucht man dises Pulver wie folgt.-

Nimb Corallen / Perlen / Amattsten und Smaragd / prceparirterjedes l.^uintl/prceparirtenLolum ^rmenum, Klapper-Rosen/ jedesein halb Loth/ Tormentill / Galgant- Wurtzen / jedes ein halb Huintl /prceparirtenCoriander/ Fenichl/ jeoes ein Iuintl/ EinHagen - Wurtzeni.Loth/ein wenig Zimet/ alles zusammen zu subtilen Pulver gemacht/Zucker si> vil/daß ein wenig lieblich wird/ davon soll man im Nothfall einhalb Quintl m Sassrankraut-Blüml- Wn/see / und Tauff- Wasser ein-geben/ so aber ein Frau sonst erschrsckt/ oder sich erzörnet/ soll sie alsbaldein Messerspitz voll einnehmen in obigen Wasser / Wein / oder Suppen /was bey der Hand ist/so aber ein Durchbruch/ oder schwacher Magensich erzeigte / soll man ein wenig Mastix darunter nehmen / wo aber eineVerstopffung wckrc/ mehr Zucker / auch oftt Ziweben essen / doch ohne derSteini oder Kernl/der Gaffer ist auch in disem Fall nutzlich zu gebrau-chen/in Wem gelegt/darvongetruncken , etliche Löffel voll ; auch einschwangere Frau/ so sie und das Kind/ wie offt geschieht / schwach wird /bißweilen ein LMlvol/Kinder-Balsam nehmen/ das stckrckt gewaltig /Mutter und Kind/auch den Nabel darmit schmieren; serner styn d dieMandüsuppen mit denen Vögerlein auß den Ayrn auch ein edle Artzneyin disem Fall auch sonst von Mandeln geessen/ ist denen Frauen gar gut.Ein Fraudie schwanger/ und die Mutter schwach ist/ soll sich vor vil Be<mühung hüten/ sonderlich vor vil Stiegensteigen / auch fahren / und an-derer Bewegung/ damit die Mutter nicht bewegt werde. Diß sepnd gu-te Rckth/welche offt seynd gebraucht worden von Frauen/ und sich dieZeit zeigt hat/), mahl in einer Wochen/ zu Stockung deß Kinds hatman allzeit ein rundtes Scheibl Lebzeltl / wie es die Lebzeltcr umb 2.Pfenning haben/mit Honig bestrichen/darauffgestossenen Zimet/ Nägel,ein wenig geribenen Saffran und Muscatnuß gestreyhet / auff einemGlütl warm gemacht / und auff den Nabel gelegt / bleibt einm gantzenTag und Nacht so ligen/man gehe/ fahre / oder thue was man will.. Doch ist der Kinder-Balsam jeden einzunehmen / nicht zu rathen/weil er gar zu hitzig ist/ und die Fraiß verursachen kan^

Ff?

N°2.

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