Druckschrift 
Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
221
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Aryne's'Nuch.

221

N"

4. Noch em anders.

Tem/die Blühe von Nußbaumen im Frühling aussgehebt / undZedsrtt/ deren ein .tzuintl schwär/ etliche Ta'g nacheinander iuwarmen Wein eingeben.

^l" 5 Mehr ein anders.

!>Tem / kan man eingeben eines Ducaten schwär / von der mitternRinden vom Maulbör-Baum / pulverisirter in einem taugli-chen Wasser.

N° 6. Ein gut bewährtes Stuck zur Blutstellung der

Frauen/wann gar nichts helffen wolt.)As B/ut/ so von einem Weib laufft / nimb und halte es auffeinerHeerd-Schauftelüber das Feuer / daß hart und schwartz wird /stoß zu zarten Pulver/laß die Frau trucken lecken/ auss einmahlwas man zwischen 2. Fingern fassen tan / und wann ein Kindl-Betherinzu förchren hat/ daß das Blut zu sehr von ihr laufft / soll man / so baldsie genesenist/ die Blut-Stuck nehmen/ die von ihr kommen / auffei-Schauffel/ wie oben geschriben / dörren/ und das Pulver zu lecken ge-ben / doch daß eine Frau nicht weiß / sonsten wurde sie grossen Grausenhaben/ wann es ihr aber truHner zu lecken zu wider/ soll man es ihr mitrothen oder weissen Wein eingeben/ je mehr Stahel bey der Schauffel ist/je besser ist es.

N" 7- Em gutes puloer/wann ein Frau gar zu

starck fliest.M, nimbt rothe Klapper-Rosen 14. Loth/und i.LothMuscatnuß/macht solches untereinander zu Pulver/ darvon gibt man nachGeduncken von dem Pulver / nachdem der Fluß-starck ist / mehroder weniger/ in Täschlkram-Wasser / und wann es auffeinmahl nichthllfft/ kan man es öffter geben.

^" 8. Ein anders.

^An nimbt ein gute Handvoll Tckschl-Kraut/frisch oder dün/siedetZ es in ein Halb Wein und Wasser/dann legS zwischen -.Tücher/sowarmmanesleydenkan/ auffdieRephe/ wann es kalt ist/so

mach es wieder warm / ist es aber so starck / und es sich nicht stellen wolt/

tan man etliche Löffel voll darvon eingeben/ es hilfft.

Eez

N° 9.