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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
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208
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Aryney-Buch.

Item: Ist gut die Allabaster-Salm.Item: Das Elexier.Item: Die Clystier.

lol. 12). I^um. i3.fc>l. 14s. Num. 11.

Grauen Mustünd.

In der Bleichsucht sollen sich die Parienten enthalten von Essig zuge-richten/ und sonst Übels Geblnr / und Wind-« verursachendenSpeisen/ der Wein lst erlaubt / man kan sich auch deß Saffran indenen Speisen bedienen.

N° 1. Vor die bleicheKranckheit das Stabel-Wasser/

welches man in solcher Kranctheit/ auch sonsten in Verstopft

fung der Kreß^ Ader gebrauchen thut.MImb einen Finger lang deß besten Stahels / der noch niemahls ge-D braucht ist worden / nimb ein gleich weites Glaß/ thue eines hal-ben Geitl i, Oesterreichischen Maß) Brunnen-Wasser darein/undetliche Tropssen^piiiiuz Vlcriuli.Oel/ daß das Wasser Mblich sauerdaroon werde/gieß wohl ab/leg den Stahel darein / vermach es mit Pa-pier/ laß über Nacht stehen / zu Morgens umb 9. Uhr mmb den Etahelwieder herauß/ wisch chn mit einem groben Tuch sauber ab / und in einPapier gewicklet / das Wasser aber theilt man in 2. Theil / einen Theiltrmcktman also kalter auß/ und gehet eine Etund darauff/ hernach dieMahlzeit geessemden andern Theil trinckt man Nachmittag umb 4- Uhr/gehet wieder ein Stund darauff/zu Nachts machtman w/edcrde'ß Was-sers so vil/ und muß 7- Tag a//b nacheinander gebraucht werden / den 8.Tag nimbt man ein Purgier von Ialappa / oder Eenet - Blätter/ dar-aufsseyert man einen Tag/ hernach braucht man wieder dasStahel-Wajscr 7. Tag/wie zuvor / alsdan wieder purgiert / dises 4. mahl ge-braucht/ wann es die Noth erfordert/ soll man mit einem Trcknckl etwasstärckcrs purgieren / und ehe man das Stahel - Wasser braucht/ die 7.Tckg den Leck 3. mahl wohl reinigen/im wahrenden Brauchen muß mantohes Obst/ Kraut/ Rüben/Arbeiß und Milch -Speisen wenden / undsich dessen enthalten.

5l° 2. Eine Kunst vor die bleiche Kranckbeit.

OMImb die grossen frischen Lemoni schneid das Saure herauß.drucksMM durch ein Tuch!/ in disen Safft thue 6, oder 7. gantze Saffranblu-hc/ laß über Nacht stehen/ zu Morgends thue ßin wenig Zuckerdarein/ und gibs etlich Tag nacheinander zn trincken.