Aryne's-Buch.
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^ 12. Ein gerechtes Recept/vor die Dönund Lungel-sucht/ so vilen Leuthen geholffen hat.^Imb das Inkreusch/ Lungel und Leber / auch das Hertz von einemGämbstn im Dreysiiqsten zwischen unser lieben Frauen Tckgengeschossen / so istes desto besser / zerschneid solche eines Fingerslang/ dsrl es im Sommer am Lufft/ oder in einer warmen Stuben/ abernicht bey der Sonnen/ oder Feuer/ wann es wohl dun ist / so leg es in einglasiertes Geschin/daß wann es angeschwillt/genug Platz hat/gieß einguten Wein darauss/ daß es alles schwimme / schwäre es zu / daß derWein darüber gehet/ vermach es wohl/ daß nicht außraucht / setz an einkühles Orth/ und schau tag/ich d.,rzu/ daß das Gcschm wegen Auff-schwellung nicht zerspringt/ oder aber schütte Wein zu/ daß es immerschwimme/laß stehen?. oder8.Tag/aussden9tenTag/wannderWeinnicht durchgangen wäre/tan man mit einem Messer darein stechen/ ob esalles wohl lind ist/ wann es wohl crwaicht ist/ muß es zum andern mahlgedörtt werden/wie oben vermeldet/dann dasselbige wiederumb gewaichtin dem vorigen Hasen oder Krug/ vermach es wohl/ wie zuvor / und laßaberimWeinschwimmen/bißauff? oder8.Tag/ wann esnoch hartist/ so kcmmcm das jemge/ was hart ist/ langer waichen lassen / das Er-vaichte aber lassen dun werden / wann alles gewaicht ist / zum drittenmahl/wie zuvor gedörtt/und zerstossen durch ein Sieb gefähet/ von di-sem Pulver mmö ta'a/tch ein guten Messerspitz in ein Löffel voll gutenWein/der überschlagen ist oder meinem Bier/ wann man Massen ge-het« eingenommen/hat Menschen und Vieh/so an der Lungel sepnd tranckgewesen/wiederum leibig gemacht 'und ihnen geholffen/ wann man dasVieh geschlachtet/hat sich befunden daß sich die faule Lungel gantz abge-schallt/uud der ungesunde Theil wiederumb frisch gewachsen-
5l° l). Für dle Dörl und Husten.
^An nehme der kleinen Huff- Blätschen/ stoß sie zu Pulver / nimbhernach von dlsen ein Löffel voll/ rührs unter einem Ay wohl ab,zerlaß frischen neuen Speck/ schütte das Ay darein / und buch einPfantzl darauß/gib es dem Kranckrn frühe zu essen/und laß ihn 4.Stunddaraufffasten/ gib es Z. Tag nuchrmander inglclchen von obigen Pulvereinen Löffel voll / auss einer gebauten Schnitten Brodt in Wein ge-walcht / auffbem Abend nach dem Essen/ auch 9. Tag gebraucht / dochwann der Mensch Hitz hat/ so ist der Wein nicht zu rathen / sondern einWasser das dienlich ist.
Lc 2 N° 14.