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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
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Arytte^-Buch.

härter zu verdauen/ was längers auffstosset / wie es von dem Rättig ge-sagt wird. (^ui6ißerirQmni2lequ»m, 6cc.

Und stynd/ die Warhcit zu bekennen/ Mirackel geschehen / sonderlichin der Abzehrung/ allcrmassen tiner / welcher an disem Zustand soweitkommen / daß nichts als Haut und Bein an ihm gewesen / dise Kranck-heit eine grosse Summa Gelds gekostet / und kein berühmter voÄ«r zufinden gewelen/ welcher nicht in die vielfältig gehaltene donlilia gezogen/als vorgeschlagene Artzneyen mit sonderbahren Fleiß gebraucht worden/doch alles umbsonst/ biß daß er endlich auffEinrathen eines armenManns sich deß Brunnkreß bedienet hat/ nachfolgender Weiß.

Erstlichen von dem süssen Brunnkreß nähme er ein halbes kleinesHändlvoll. die obristenWipffel/ die gröbesten Stingel hinweg gethanetwas außgewasthen/dann mit dem besten Gartzer-Oel / als so viel von-nöthen/ s.biß 6. Tropffen Estig/und mit gefahren weissen Zucker < Candlnach Belieben abgezuckert/ ein solches Schüßlein voll asse er Morgensfrühe nüchtern auß/ und brauchte es ein gantzes Viertl Jahr / also / daßihme mercklich von Tag zu Tag das Fleisch und die Krckfften wieder-brachte/ und braucht es zu Ansang deß Wonaths Ianuarii/ und 6. Wo-chen lang continuirt.

Änderten/ wann hitzige/ truckene Naturen verHanden/ die könnendeß Brunnkreß ein Hand voll mit geläuterten Käß-Wasser etliche Wäl-ler lassen auffthun/ mit wenig Lemoni- Schäller zu letzt in den Sud hin-ein geworffen/ alsdan gesyhen mit dem Genuesischen /^ua ck^e^ro.oderSafftvon halb saurenPomerantschen undAepsseln/abgesüst/mitwenig Pomerantschen- Blühe oderZimet- Wassöe mit Kitten - Wem di-stillirt/ lablecht oder kühl i. Stund nach derSuppen nehmen/ deßglei-chen Nachmittag umb 4. Uhr.

Dritten/ wäre auff besagte Manier einem Menschen zugebrauchennicht undienstlich/oder man kan darzu nehmen Sauerklee/ SpanischenSaurampffen auch i. Hand voll/ welche beede/ die etwa« verdächtig/ hi-tzige Eigenschaft! deß Brunnkreß in Zaum hielten/ beede stoß meinemsteinern Mörser mit einem höltzernen Stößt/ den Safft außgeprest / her-nach mit einer Semmel-Schmollen/Rosen- Wasser/oder Lemoni - Safftvermischt/ abgezuckerter3.oder 4.Löffel voll/ als eine Salßen zu derTafel gebrauchen/ oder 2. Hand voll mit Brunnen-Wasser 1. Maß sie-den/ abzuckern/Morgends und Abends einen Trunck darvon thun / dochist zu mercken/daß der Brunnkreß durch vieles Sieden wegen deß flüch-tigen Saltzes/welches er heimblich in sich hat/ seine Krafft verliehrt / alsogar behutsamb und lind rrawren.

Vierd-