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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
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Seite
82
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Aryne^Auä».

ter wohl/ aber fein langsamb / preß durch ein saubers Tuch / und gieß inwasduwilst/ und lege die rothe Wurtzen darein, das erste Häutl dar-von abgezogen/ man muß aber dise Wurtzen nicht waschen/ auch nicht sie-den / mit der Salben / dann es wird nicht so schön roth / stelle es an dieSonnen/ oder sonst an ein warm Orth/ daß sich die Salben recht färbet /und die Rsthe der Wurtzen an sich genommen/ so ist sie gerecht/ es stehetnicht wie vil man der Wurtzen und Kräuter nehmen soll / also muß manes nur nach dem Gesicht machen, prabarum.

5l° 19. Ein andere rothe Salben.

HImbIohannis-Kraut/ Lindenblühe/ Perchtram - Kraut undWurtzel/ Erdbo'r - Kraut und Wurtzel / Tormentill - Kraut undWurtzel/ Nattrr.Wurtzel/ Poßmollen, Kraut und Wurtzel/ gol-denes Kanlkraut/Heydnisch Wund-Kraut Salve<Benedict - Wurtzen/Mcrweltheyl/ChamiUcn/Keffersüll/RSHrlkraut/Huff<3attich/Wald-meister/ Isop/ Llmgclkraut / i'cberkraut/ Gesthwulftkraut/ Ehrmpreiß/Meister!/ wilden Salve/ Scabiosa/ breiten Wegrat / gespitzten Wegrat/jedes 2. Hand voll/ wasche diß alles sein sauber/ hernach hack es klein /und vermisch unter 6. Psunt» Butter/ /aß in einem saubern Geschirl ver-bundener ;. Tag paitzen/hernach sied es fein ycmach, bitzdieKrzfftundFeuchtigkeit von den Kräutern wohl heraußkombt; hernach seyhe esdurch ein Tuch / und die Feuchtigkeit so noch von den Kräutern in derSalbenist/ die setzt sich auff den Boden/ so ftyhe alsdann die Salbensein gemach herunter in ein anders Geschin/ und das andere als dieFeuchtigkeit/ schütte hinweg/dann wann man es m der Salben ließ/ ftwurde sie schimplich,- wann du al/ö die Salben gesyhen / und solche«verkühlet hat/ so le-g darein schöne rotbe Wurtzen/ und laß so lang wai-chen/ biß die Färb fein schön roth hat / hernach nimb die Wurtzen wiederherauß/ und behalt die Salben in einem saubern Geschir: zur Noth-dursst. Wann man die rothe Wurtzen in die heisse Salben legen thäte /oder darmit sieden ließ / so wurde sie nur schändlich braun / und nichtschön roth gesärbct.

Nü. Dise Salben ist köstlich gut außwcndig zu schmieren / und zumEinnehmen zu .^braltchen / wann ein Mensch sich schwär umb die Brustbestndct/odcr Husten / Cathär und Drucken auff der Brust hat/ oderStechen undEchmertzen in der Seyten/odcr Creutz-Schmcrtzen/oderei-nen harten Fall thut/ und dergleichen mehr/ jösoll man ihm von diserSalben mehr oder weniger/nachdem der Mensch alt ist/eingeben/ und sichan demselben Orth/tvo er Schmertzen empfindet damit schmieren.