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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
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einer Flafthen so längfieden lassen/ biß alle Feuchtigkeit verzehrt/durch-geprest/ wieder so viel Müntzen-Kraut / wie auch deß außgeprestenSaffts genommen/ und wie vor an die Sonnen gestellt / diß also 3. mahlreperirt / daß es aar kräfftiq wird; dises Oel ist ein sehr köstliches Mit-tel vor einen erkalten Magen / HM die Speiß wohl kochen/ist auch treff-lich wider das Brechen / oder Übergebung deß versamleten Schleim imMagen/ macht guten ^pperic, erwärmet die kalte Mutter/und ist einköstliches Oel wider die Colica/ <o von erkalten Winden in den Därmenherkommen.

N° 26. Das reissende Oel zu machen / so sehr gut.

cImb Gundel-Reben ». Hand voll / Tag- und Nacht- Vlümel/1.Hand voll/Ringl-Blumen auch so vil/ Abrutten/ Dillen-Kraut,Hüner-Därm/ ChamilleN'Blümel/ auch jedes 1. Handvoll/alles vom Stingel abgestreifft/und zusammen gemischt / darauß mach3 Theil/alsdann hackt man einen Theil/ thut selbiges in eine zinnerneEandl/bey;. oder vier Seitl/nachdem das Kraut vil ist gieß Baum-Oeldarauff/ daß 2. Finger darüber gehet/ setz in siedend Wasser/ vermach eswohl/ daß kein Dawpssherauß gehet/ laß 3. Stund sieden/und also überNackt stehen/ zu Morqends preß durch ein Tuch wohl auß / mmb dassel-be Oel wider/ und gieß über den andern Theil der Kräuter/und also zumdrittenmal)! / wie zum ersten / zu letzt wann man das Oel in die Gläsermest/aibt es ein braunes Wasser/ das muß manweggiessen; Esistemköstliches Oel vor junge und alte Leuth/ vor das ReiM/darmtt zusckmieren/ auch m einer Suppen darvon cinMeben / einem Kmd;. oders. Tropffen/ das braune Wasser ist gut jm Clistiren zu gebrauchen / vor

das Reisten, rradarum.

N" 27. Das rothe Oel für das Steinbrechen.

An nimbt den vierdten Theil eines Kürbes / zerhackt denselbenaantz klein/darüber schütte 4-Psund Baum-Oel/koch es/daß alle

Krafft herauß gesotten/ dann gieb ihm die Färb mit den rothenWurtzen/ gesyhen/ von disem Oel deß Tags viermahl etliche Tropffen ineiner Suppen geben/und darmitgeschmiert. ^

N" 28-

Ein Oel für die Ruhr.

An soll nehmen auß allen vier untern Läuffen eines Hirschen / daS

March/ selbes in ein Glaßgethan/ und eine geschabene Muscat-

nuß darunter rühren/ an die Sonnen gestellt. Von disem Oelm

emer