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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
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_____________ AtMtte ^Vuch. _________ ^

Loth/dise Saamm m einem Mörser etwas zerflossen / frische Cronabelh-böc anderthalb Seit! auch zerquetscht/ aber nur groblecht/solches mußmanlMtdemBrantweinwohIvcrmachter s.Monath antzerSonnen/oder wle die Gelegenheit gibt/ paitzen lassen / allem muß man es alleWochm 2. mahUvohl untereinander rühren/auch das Glaß nicht so voll«ngieffm/damit es Raum zum Iaren hat/ auch alle Monath was vonBrantwein / nach vilcrerion darzu füllen / hernach in Lain«o ^Zri«nach Apothecker Manier außbrennen / man muß ihn 2. mahl abziehen /und im May ist die Zeit/ den Ansang zu machen.

Der Gebrauch.

! O bald man Schmertzen am Stein oder Grieß empfindet / soll derstarckeste Mann nicht mehr als;. Löffel voll/ein Weibs-Persohnaber nur'. nehmen/ und also fort nach Oilcrerion der Natur

brauchen/ verursacht alsbald einen süssen Schlaff/ und erlediget von

Schmertzen/ wie es schon an vielen ist probirt worden.

K° 8- Brantwein vor den Sand und Stein.

'lRenn ein Brantwein auß Hötschepötschen / thue ihn in ein Glaß/' und stelle ihn an die Sonnen / und wann die Erdbör recht zeitiaseyn/ so leg so viel Erdbör in den Brantwein/ daß das Glaß'kalbvoll werde/laß;. Tag stehen/druck es danndurchein Tuch starck auß/thu wlder ftlsthe Erdbör darem/und mit disen so lang procecl>«,weil dieErdösr wcki)rm/E«ntrMchel Brantwein/ wo man Schmerscn em-pfindet/ daß man sich darmit schmieren lasse/ und auch etliche Trövffcldarvon emnehme. ^ <"^"

^° 9- AneißBrantwein.

^Imb ein halb Pfund Aneiß/ solchen sauber vom Staub aereiniaet/

" und arsblecht zerflossen/ in ein Glaß geschütt/ und drey ^alb au-

<>r^ss^?""^?/^sossen/ '.oder4. Tag an einem warmen

zusammenmemBrenn-Kessel geschüttet/und 2.Viertl gut nLutten,berger oder emen andern guten altenWein darzu gossen/kühl außbrennt/so lang er schön klar Herüber gehet/ ist sehr starck und gut/ jo bald er rübkommet / muß man chn absonderlich auffhebm / den ftarcken Brantweingiest man me,n grosses Glaß zusammen/ darnach nimbtman ".Handvoll Brunnkreß/ solch.» sauber gewaschen, und in einem Mörser einwentg zerstossen/ und ln den ftarcken Brantwein hinein geschütt/ unter-

^ einan-