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Arnne^Vnck.
n° 66. Wie man das Zitwcr-Waffer brennen soll.
Östlich muß mau nehmen ^.Pfund Zitwer-Wurtzen/ die muß mangar wohl stoßen/und in ein zinnerne Kandl/oder glasirten Hasenoder Krug thun' da s. oder 6. Maß darein gehen / darnach gutenßarcken Ungarischen Wein daran giesscn / daß der Krug voll wird / undwohlvermachter in einen Keller gesetzt/aber doch nicht auffdie Erden/sondern auffeinen Standner oder Stuhl/ und 8.Tag stehen lassen / aberalle Tag zweymahl umbrühren / also / daß du deren Brenn - Kolm 2.oder z.hastzunehmen/undineinen so viel als in den andern gehet/daSerste und das andere Wasser ist das beste/ das zum letzten gehet/ ist schonsäuertet/ dann nimb die geflossenen Wurtzenauß dem Kolm/ und laßwieder in ein Mörser flössen/ gieß darnach halb so viel Wein darauff/ al<man zuvor darauff gössen / und diftillier es wieder herüber, das ist zumAnstiegen.
>l° 67. Wasser vor die Gugug'Schecken.
MXImb ein frische Gaiß-Milch/ Ga'nßrich-Kraut/ und Liebstock-Mß Kraut/jedes 2» Hand voll/ thu eszusamen in ein g/assrte,l Topffwohl zugedeckter/laß so lang als man einen Spenat pflegt siedenzu lassen/sieden/thue es vom Feuer/ druck soviel sauren Lcmoni-Safftdarein/biß anfangt zu gerinnen/deck alsdan den Topff zu/ biß den an-dern Tag/so wird ein rechtes Kaß^Wasserdarauß/ seyhees/ und ver-wahre es in einem Glaß/ daß es nicht an die Sonnen 5omöt/ so ist es al,lezeit gut zugebrauchen.
d?L. Dises Wasser ist das gantze Jahr hindurch gut z« gebrauchen/aber allzeit nur Abends/ wann man schlaffen gehen will / und daß manan keinen Lufft mehr kombt. !?rub»rum elt. "
>^° 68. Ein köstliches Wasser/womit sich eine Adeliche
Persohn viel Jahr erhalten.
MHAnnimbtBodtaschenheistes/ und thut selbige in etliche erdene§W^ Schüsseln/setzt selbem ein wohl seichten Kcllcr/ so schlieft es sichauff/ und wird zu Wasser/ dann seyhe dasselbe Wasser ab / biß al-les auffgelöst ist/ alsdann diftillirt man dises Wasser in Valne« ^^ril?;von discm Wasser/ wann man sich übel befindet/ trinckt man so viel manwill/recht nach Durft.
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