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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
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____________________ Aryney- Vuch. ,5

auff/ wohl untereinander gerührt/ distillirs/ also hast du zwey Theil deßBalsams/nimbdise beyde Theil zusammen/ vermachs wohl/hebs auffmeiner gläsern Flaschen.

Folget/wie mans brauchen soll

lAnn einer schwangern Frauen ein Zufall kombt / er sepe wie er im-« merwolle/auch in Schwachheiten/ so gib dises Wasser 2. Löffelvoll / absonderlich jenen/ die es offt mißgangen haben/ die sollen sich andises Wasser gewöhnen/ und deß Tags offt einen Löffel volltrincken,dasgibt der Mutter und Frucht grosse Krafft/ und machet die Gliederder Mutter starck / bringet warhafftcs Geblüt/ und lediget alle Auff-lagen deß Leibs/und reissende Wind/es wehret die schwckreKranckhei-ten/und wann ein Weib in Kinds-Nöthen ist/ die soll dises Wasser zuZeiten trincken/es gibt natürlich grosse Krafft dem Hertzen/Kind/ undMutter/und förderet die Geburt/hilfft der Natur Krafft geben / underhalt das Hertz-Blut / wehret die Ohnmachten / und hat vielmahl die-ses bewisen.

NL. Weilen es hitzig ist/so soll es doch nn'Moäerarion gebrauchtwerden.

N° 29. Zubereitung deß edlen viel-bewahrten Kalch-

Wassers.

^Im5 ein /äubers Wasser / thue es in einen neuen Hafen / der noch..' niemahl gebraucht ist/laßes sieden/ gieß es darnach auft eine»ungelöschten Kalch / in einem andern neuen Haftn / laß darin Wmgstehen/ biß erverschaumt/undgantzklarund lauter scheinet/ und sichder Kalch unten am Boden rein gesetzt hat / gieß daß Wasser gemach ab /also/daß der Kalch unverruckt bleibe/ thue das Wasser in ein saubere»Maß/oder Geschin/ vermache es wohl / und behalte es zu der Noth-durfft. Es ist nicht zu glauben / was dises Wasser für ein Krafft undWunderwerck hat/für allerley offene Schäden/ und sonderlich die vonFrantzosen/ Krebsen/ und dergleichen herkommen; nimb nur allzeit einTüchlein / und netz es im selbigen Wasser / welches gewärmt soll seyn /schlag es über den Schaden wie ein Pflaster / es trücknet das Ayter/legt den Schmertzen mss Gewalt/ füllet den Schaden mit Fleisch / löschetdie Entzündung in kurtzer Zeit mit grossen Wunder/da doch sonstenderungelöschte Kalch warm: solches mag man auch an allerley Thieren mitNutz gebrauchen.

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