613
reiulichc Verbände zu benutzen, überschütten sie frischeWuuden ittit Essig oder Branntwein, und denken nochimmer, daß s. g. Wundbalsame, fette Salben und rei-zende Pflaster die Verletzung wieder vereinige» undheilen, nicht die jedem Körper eingepflanzte Heilkraftder Natur. Es ist daher aus der Volkserfahrung nurwenig Brauchbares für die Behandlung der Wunde«und Geschwüre zu entnehmen; einiges wird aber dochhier eine paffende Stelle finden.
1) Frische oberflächliche Wunden bedürfen zurStillung der Blutung und schnellen Vereinigung inden meist«! Fallen nichts als trockene und reine Lein-wand, womit man das Glied dicht umwickelt.
2) Wo das Umwickeln nicht angeht, kann daSZusammenleimen der Wunde mittelst eines mit Tisch-lerleim bestrichenen Läppchens (das gewöhnliche Mittelder Tischler) in Anwendung kommen.
3) Eiücs der besten blutstillenden Mittel ist derZunder, d. h. durch Klopfen präparirter, weicher G-chcuschwamm, den man auf die blutende Wunde fest-bindet oder aufdrückt. Selbst arterielle Blutungen kön-nen dadurch oft, ohne Unterbindung der blutendenAber, vollkommen gestillt werden. Ich habe gesehen,daß mau nach Vrustamputationen die uugehcuie WuM