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Lob verdient, welches ihr gespendet wird. An» bestenist sie ganz rein, dünn, durchgeseiht und täglich frischbereitet. Im südlichen Deutschland, wo fast nur schwar-zer Hafer (/^ven» «ntiv» nißiu) gebaut wird, kenntmau die Hafergrütze kaum dem Nameu nach.
4) Den Gcrstmschleim, der im südlichen Deutsch-land und in England sehr häusig in Fiebern getrunkenwird, bereitet man am besten auf folgende Weise:Man weicht eine Portion Gerstengraupen in Wasser,und wäscht und reibt sie mit de» Händen ab, um sievon dem Mehl zu befreien. Hierauf thut man sie inein irdenes Gefäß, schüttet Wasser daraus, und läßtsie einige Stunden kochen, worauf man den dünnenSchleim abgießt, wenn es nöthig ist, durch Zusatz vonlauem Waffer noch mehr verdünnt, und durch Citro-nensaft und Zucker schmackhaft macht*).
5) Zweckmäßiger, weniger mehlig und angeneh-mer zum Trinken scheint mir dagegen die bloße Abko-chung reingewaschener, roher Gerste, die fo lang ge-kocht werden muß, bis die Körner aufplatzen, und derman etwas Süßholz zusetzen kann. Dieß ist die Ger-stentisane der Franzosen, die in französischen Hospitä-lern häusig getrunken wird, und welche Napoleon
*) Reyher Mem. pathol. Diät, ,79«. S. 27.