Druckschrift 
Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Aus Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens ...
Entstehung
Seite
29
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Aryne^Buck.

29

pachten Materi darein / aber nicht viel / die Suppen muß allezeit». Fin-ger über die 5pecie5 auffgehen/man muß sehen / daß es gleich außgetheiletwerde/ damit nichteinmahl viel/ das andermahl wenig Suppen kombt/odel5pecjc5, und derKolm muß auffs höchste nur auff4. Fingereinge-Mt werden/ setz darnach den grossen Hut auffdenKolm/ vermach ihnwohl mit Papier und Leinwath / setz ihn in einen tupffernen Brenn-Zeug«in/ man tan auch an statt deß Wein/ den SafftvonPomerantzenneh,men/ so ist es nicht so hitzig, rrobacum.

I>l° 6. Wie man den Roßmarin-Geist machen soll.

Mischen Roßmarin genommen 2. Theil/ denselben klein geflossen/^ und z.TM über den geblennten Weinstein abgezogenen Brand-wein/ dieses etliche Tag und Nacht woh/bedeckeer paitzen lassen/und darnach außgebrennt/ ein Arbes groß Gaffer in die Röhren gethan.Nö. Der Weinstein wird beym Hassner gebrennt/ wie man sonst dasHirschhorn pfiegt zu brennen / alsdann giest man den Brandwein da-rauss/ und distlllirts herüber / will man aber den Geist delicater haben / sonimbt man einen Brandwein / der von einem guten Wein gebrennt ist.

N°7- Schwach Kirschen-Geist zu machen.

.Imb 2. oder 3.Schaff voll wohl-zeitige schwartze Wald-Kirschen/mehr oder weniqer/ darnach man viel oder wenig machen will/wohlzerstörn/ nachdem sie zerflossen seynd / so thut mans in ein wohl-vermachten Kübel/ sodann nimbt man ein Tämpffel/ zertreibsinWasiser/ und vermisch mit den Kirschen/ laß 14. Tag/ oder langer in einerPfister-Stuben stehen / daß sie wohl jesen thun / und sa'uerllcht werden /darnachbrennt mans/ wie sonst einen Brandwein/ im Kessel sein kühlherüber/ wann der sta'rckeste herüber / so thut man ihn noch einmahl he-rüber treiben in einen zinnernen Kolm / so ist es fertig.

N° 8. Wermuth-Geist zu brennen.

ziImb frischen guten Wermuth2. Hand voll/ gieß darauffeine Hal-de deß starckesten alten Weins/paitz den Wermuth darmit ein / laßihn z.Tag wohl-vermachterstehen/ alsdann brenn ihnineinzin-nerncn Kolm auß/ so ist er gerecht/ und hat kein Hitz: dann so waichedrey Bissen Brod in diefts ein / und gibs den Krancken zu essen.

Dz

lon