626 Von den Marktschreyern,
gungsgründe hätten als den Eigennutz; denn dieDorfärzte vermindern die Anzahl derjenigen,welche ans dem geringen Manne wahre Aerzre »mRath fragen, und entledigen sie alfo einer müh«sinnen Arbeit. Aber welcher Arzt ist wohl so nie-derträchtig, daß er einige ruhige Stunden um einenso theuren und so verhaßten Preis erkaufen wollte?
§. 622.
Nachdem ich nun das Uebel kennen gelehrt,wünschte ich, sichere Mittel dawider anzeigen zukönnen, allein das ist schwer.
Das erste besteht vielleicht in der Entdeckungder Gefahr,, und der lebhaften Porstellung desmöchrischen Misbrauchs, wodurch das iand ent-völkert wird»
§. 621.
Das zweyte Mittel, welches ohne Widerrededas würksümste ist, bestehet darin,, daß man obenangezeigtermaßen keinen herumstreichenden Markt-schreyer ins land kommen lasse, und von allenDorfarzten ein Verzeichniß halte. Vielleicht wärees auch dienlich sie am ieide zu strafen, wie an ver-schiedenen Orten, laut obrigkeitlicher Verordnun-gen, geschehen sollte; wemgstöyö müßten sie, nachdem Beyspiele einer großen Stadt in Frankreich,mit öffenckcher Schmach beleget.werden. „Wann„sich zu :Nonrpelier Markcfchveyer sehen liessen,„so hatte die Obrigkeit d«e Macht, sie auf einen
»magern.