594 Von der Etnpfropsimg
§- 584-
Da die Masern keinen Eiter haben, so hatHerr Home das Blut selbst genommen, um siefortzupflanzen. Zu dem Ende läßt er einen sehrkleinen Einschnitt in die Haut einer Person ma«chen, die die Masern hat, und zwar an einem Orte,da der mehreste Ausschlag ist, und zur Zeit, da eram feurigsten ist; hierauf taucht er ein wenic;Baumwolle in das herausstiejsende Blut ein, undeben dieser Baumwolle bedient er sich die Maserneinzupfropfen. Er macht zween Einschnitte, wiebey den Blattern, aber ein wenig tiefer, weil er esfür nöthig hält, daß sie bluten, und daß man dasBlut eine Viertelstunde laufen lasse, ehe man dieBaumwolle hinein legt. Wenn dies geschehen,so wird die Wunde eben so verbunden, wie in derEinpfropsung der Blattern, nur mit diesem einzi-gen Unterschiede, daß man die Baumwolle dreyganze Tage liegen laßt, ehe man sie wegnimmt;allein ich bin der Meinung, daß dieses lange iie-gen der Baumwolle, und die Tiefe der Wunden««nöthig sey.
§- 585-
Den ersten Versuch seiner Einpfropfung»nachte Herr Home den 2l März 1758» atteinem 'Kmde von sieben Monaten, das einen star-ken Ausschlag am Kopfe, ja gar über den ganzenieib hatte', nebst einem Fluß hinter den Ohren,übriZens aber sich sehr wohl befand. Er pfropfte
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