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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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Von den Koliken.

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§- 315.

Da die langwierige Krankheiten nicht zumeinem Plane gehören, so übergebe ich mit Fleissdiejenigen Koliken, welche viele Jahre lang an-halten. Ich sehe es aber für meine Pflicht anzu erinnern, da ihr Uebel zum öftersten durch Ver.stopfungen in den Eingeweiden des Unterleibesoder durch einen andern Fehler, hauptsachlich ,nden Werkzeugen, die zur Zubereitung der Galledienen, verursachet wird, 1) mit der größestenSorgfalt, heftige, scharfe, hißige Arzeneyen,Brechmittel, starke Purganzen, Elixire u. s. w.zu vermeiden. 2) Gegen alle diejenigen, welcheihnen, vermittelst eines specifischen Mittels, einesehr geschwinde Heilung versprechen, ein Mis-trauen zu Zaben, und sie als Marktschreier anzu-sehen, in deren Hände es sehr gefährlich seyn wür-de, sich zu übergeben. 2.) Sie müssen versichertseyn, daß sie ihre Genesung nicht anders, alsvermittelst einer genauen Beobachtung einer dien-lichen iebensordnung, und vermittelst eines langefortgesetzten Gebrauchs gelinder Mittel erwartenkönnen. 4) Sie müssen beständig daran geben»ken, daß man ihnen leicht großen Schaden thunkönne, und daß ihr Uebel von der Beschaffenheitsey, daß es die größten Einsichten und die größteKlugheit bey denenjenigen voraussetze, deren Be-handlung dasselbige anvertrauet wird.

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