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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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Von den Koliken.

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nig Stunden nachher, von heftigen Kolikschmer-zen angegriffen, in welchen hitzige undgeistige Mit-tel überaus schädlich sind. Sie werden leicht ge-heilet, wenn man die Beine mit warmen leinenenTüchern reibet, hernach lange Zeit in laulichtesWasser setzt, und von einem schwachen Chamil-len- oder Fliederthee reichlich trinken laßt.

. Die Heilung wird noch geschwinder von stat-ten gehen, wenn der Kranke sich zu Bette legt,und ein wenig, insonderheit an den Beinen, schwitzt.Wenn die Schmerzen sehr stark sind, so muß manClystiere beybringen.

Eine Frauensperson hatte, nachdem sie imhöchsten Sommer einen starken Gang gethan, dieBeine in eine ziemlich kalte Quelle gesetzt/ sie wur-de allobald von einer sehr heftigen Kolik angegrif-fen. Man gab ihr hitzige Sachen; das Uebelwurde ärger; man purgierte sie, das Uebel nahmnoch mehr zu; ich wurde am dritten Tage, wenigeStunden vor ihrem Tode, zu ihr berufen.

In diesen Fallen muß man, wenn der Schmerzüberaus stark ist, und der Kranke eine gute iei-besbeschaffenheit hat, zur Ader lassen, ein Clystiervon laulichtem Wasser beybringen, die Beine,verschiedene Stunden hindurch, zu Anfange überden Dampf von warmen Wasser, hernach meinemlaulichten Bade, halten; reichlich von einem Theeaus iindenblüthen mit etwas Milch trinken lassen;

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