Druckschrift 
Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
Entstehung
Seite
319
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Von den Koliken.

3'9

jn sich enthalten; oder wenn die Gedärme in ih-rer iänge an irgends einem Orte sich zusammen-ziehen , und verhindern, daß diese iuft nicht al-lenthalben gleich vertheilet werde, als woraus aneinigen Orten eine große Anhäufung derselbigenentsteht; alsdann wird der Magen nebst den Ge-därmen durch diese iuft ausgespannt, und dieseSpannung veranlaßt Schmerzen, welche man dieWindkolik nennt.

Diese Gattung findet sich sehr selten alleine;sondern sie vereinigt sich oft mit den andern Gat-tungen, von denen sie die Folgeist, und haupt-sächlich mit der eben vorhergehenden, deren Zu-fälle sie sehr vermehrt. Man erkennt sie; anden Ursachen, die vorhergegangen sind; wann sichweder Fieber, noch Hiße, noch Durst zeiget;wann der Unterleib aufgetrieben ist, /edoch ohneHärte, und ohne allenthalben gleich groß zu seyn;wann die Winde sich bald an diesem, bald an einemandern Orte sammle«; wann der Kranke iinde«rung fühlt, indem man durch Reiben des Unter-leibes die Winde aus einander treibt, und nochmehr, indem sie ober- oder unterwärts abgehen.

§. ZlO.

Wann sie mit einer andern Gattung verbuwden ist, so erfodert sie keine besondere Behand-lung; sie verliert sich alsdann durch eben die Mit-tel, welche die Hauptgattung vertreiben.

Bis-

,i