Von den Koliken.
zu
machte mir ihrentwegen viele Sorge. Ein Ader-laß von vierzehn Unzen linderte die Schmerzen einwenig; man setzte ihr verschiedene Clystiere, undsie trank in wenig Stunden einige Kannen Orgeade(Gerstenwasser). Diese Hülfsmittel mäßigtendas Uebel etwas; bey fortgesetztem Gebrauch desGetränks und der Clystiere verminderte sich derDurchlauf, die iendenschmerzen hörten auf, und eserfolgte ein stärkerer Abgang des Wassers, welchestrübe war und einen Bodensaß bekam; dieKrankewurde wiederhergestellt; ich bin aber überzeugt,daß, wenn der Aderlaß zwo Stunden später wäreverzögert worden, das Nußwasser ihr leben würdegekostet ha>)en. So lange das Uebel dauret,mußman keine Nahrungsmittel erlauben; und manmuß die Ueberbleibsel der Schmerzen niemals ge-ring schätzen, aus Furcht, dafi sich ein Srirrhus,oder eine inwendige harte Geschwulst erzeugenmögte,woraus dieschlimmsten langwierigen Uebelentstehen würden.
§. )OI.
Die Entzündung der Gedärme und des Ma-gens kann, eben wie die Entzündung aller andernTheile, in ein Geschwür sich verwandeln. Mankann merken, daß dies geschehe, wann die Heftig-keit der Schmerzen sich legt, dennoch aber ein stum-pfer Schmerz zurückbleibt, mit einem allgemeinenUebelbefinden, wenig Appetit, und öfteren Schau-dern begleitet, und wenn der Kranke seine Kräfte
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