266 Von den Wechselfiebern.
mengt, und da die Iahrszeit schlechter wirb, sosind sie hartnackiger.
§- 255.
Die Herbstfieber fangen sehr selten im Ju-lius an, viel öfterer im August; und ihre langeDauer hat d''e Furcht ausgebreitet, welche man fürFieber hat, die in diesem Monate anfangen. EinVorurtheil schreibt ihre Gefahr dem Einstufte desAugustmonats zu — ein elender Irrthum/ Esist besser, daß sie im August anfangen, als daß sieerst in den folgenden Monaten kommen, denn jespäter sie sich einstellen, desto hartnäckiger sind sie.Diese Fieber melden sich bisweilen, eben wie diefaulen Fieber, und nehmen nach einigen Tagen erstdie Gestalt der Wechselfieber an. Zum Glück istder Irrthum nicht gefährlich, wenn man sie fürfaule Fieber angesehen, und als solche behandelt5at. Der ziegelartige Bodensatz, und insonder-heit das Häutlein auf der Oberfläche des Urins,sind gemeiniglich bey den Herbstfiebern und oftnicht bey den Frühlingsfiebern. „In diesen ist»das Wasser gemeiniglich nicht fo roth, und fällt„mehr ins Gelbe; in der Mitte bildet sich eine Art„von Wolke; es setzt einen meisten Bodensaß, der„ein gutes Zeichen ist.»
§. 256.
Die Wechselfieber sind gemeiniglich nichttödtlich. Die Frühlingsfieber verschwinden oft,
nach