Von den bösartigenFiebern. 261
Tlu'ere auf einen gesunden ieib, in einem Bette,auszulegen, und selbigen lange in einer solchenluft zu lassen, um ein bösartiges Fieber zu er-wecken.
Zu eben diesem Endzwecke bindet man auchein Schaaf, einige Stunden hindurch, zu denFüssen des Bettes an, welches zwar nicht so gefähr-lich, aber doch immer schädlich ist. Denn je mehrThiere in der Stube sind, desto geschwinder wirddie just verdorben. Die Thorheit ist gleich groß.Es ist wahr, daß die Thiere, die um den Kran,ken sind, das Gift, das aus seinem Cörper aus»dünstet, m sich athmen, und davon eben wie dieMenschen, welche zu semerWartungbey ihm sind,beschweret werden, aber deswegen bringen sie esnicht aus dem jeibe heraus. Im Gegentheil, sievermehren die Krankheit, indem sie das ihrigedazu beytragen, die iuft zu verderben. Aus ei-nem falschen Grundsatz zieht man eine falsche Fol-ge. Man sagt, der Kranke werde besser werden,wenn das Schaaf stirbt. Gemeiniglich stirbt dasSchaaf nicht, und der Kranke wird doch biswei-len gesund; manchmal sterben alle beyde.
§- 249.
Oft verbindet sich die Ursache, welche die bös-artigen Fieber hervorbringt, mit andern Krank-heiten, und vermehrt auf das äusserste ihre Ge-fahr. Sie vermischt sich, zum Exempel, mit
dem Pocken - und Mascrngifte. Man erkenntR 3 die-
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