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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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Von den Pocken.

hier in eine gar zu weitläuftige Abhandlung ein-lasse, zumal da der größte Theil meiner leser die-selbige eben so wenig, als das, was die bösarti-gen Pocken betrist, begreifen würde,) so will iches bey der gegebenen Beschreibung bewenden las-sen, welche die wesentlichen Zufalle enthalt, diebeyden Gattungen gemein sind. Ich will nur hin«zufügen, daß man sehr viele Pocken vermuthenkönne, wenn der Kranke gleich vom Anfange an,durch verschiedene heftige Zufälle aufeinmal ange-griffen wird, insonderheit wenn die Augen über-aus lebhaft, das Erbrechen anhaltend, dieien-denschmerzen stark, die Bangigkeit und Unruhebeträchtlich sind, wenn die Kinder eine großeSchläfrigkeit fühlen, und der Ausschlag am drit»ten, bisweilen schon am zweyten Tage erfolget.Denn jegeschwinder der Ausschlag in dieserKrank.heit geschiehet, desto gefährlicher ist sie; hingegenje langsamer er heraus kömmt, desto besser ist es;wenn nur diese Verzögerung nicht durch eine großeSchwachheit, oder durch einen heftigen innerli-chen Schmerz verursachet worden.

§. 2lO.

Die Krankheit ist bisweilen so leicht, daß derAusschlag, beynahe ehe man eine Krankheit hatvermuthen können, schon da ist, und die Folge isteben so günstig, als der Anfang. Die Pockenbrechen aus, wachsen, eitern, und werden reif,ohne daß der Kranke das Bette hütet, oder einen

Ab-