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Von den Pocken.
Man giebt die Sckuld gewöhnlich auf die Pocken,die innwendig im Halse ausschlagen; .aber es istein Irrthum, und dergleichen Blattern bestehenfast immer nur in der Einbildung. Es entstehtam häufigsten vor dein Ausbruche; ist es leicht,so vergeht es gleich nach demselbigen; und wennes in der Folge der Krankheit wiederkömmt, sorichtet es sich immer nach dem Grade des Fiebers.Folglich kömmt es nicht von den Blattern, soivdern von der Entzündung her; und wenn es vonlanger Dauer ist, so ist es fast immer mit einemzweyten Zufalle, nemlich einem Speichelfluß, oderAuswurf einer großen Menge Speichels, beglei-«tet. Dieser findet selten statt, wann die Krank-heit sehr leicht, oder der Kranke sehr jung ist.Selten bleibt er aus, wann die Krankheit betracht«lich, und der Kranke alter als sieben oder achtHnhren </?. Er ist überaus stark, wann die Po-cken sehr häufg und der Kranke erwachsen ist.In diesem letzteren Falle isteranhaltend, laßt demKranken keine Ruhe, und beschweret ihn oft mehr,als alle andere Zufalle der Krankheit, und diesesum so viel mehr, da nach einigen Tagen die iip-pen, das Innwendige der Backen, die Zungeund der Gaum ganz roh geworden. Doch er seyso beschwerlich als er wolle, so ist diese Auslee-rung sehr heilsam. Da kleine Kinder derselbigenweniger unterworfen sind, so haben einige an de«ren statt einen Durchlauf. Doch habe ich ange-merkt, daß diese letztere Ausleerung bey ihnen viel. ^ seltner