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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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189
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Von dem Gliederreißen. 189

so entzündete sich der Brantewein; der kranke Theilwurde verbrannt,man verband ihn,und die Scbmer-zen des Gliederreißens hörten durch diese Eiterunggänzlich auf.

Scharfe und fette Salben thun auch sehr Mim-me Würkuugen, und sind eben so gefahrlich. Manhat, nach dem Gebrauch des sogenannten Gchwc-felbaljams nur Terpentin, Beinfraße entste-hen sehen. Im Jahr 175c». wurde ich wegeneiner Frau, die seit langer Zeit heftige Schmerzenlitte, drey Tage vor ihrem Ende, um Rath gefragt.Man hatte verschiedene Mittel bey ihr gebraucht,und unter andern hatte sie sich einer Tisane starkbedienet, wozu Spiesglas mit einigen Purgier-mitteln kam, auch hatte man sie mit einem fettenund geistigen Balsam gerieben. Das Fieder,die Schmerzen und die Trockenheit der Haut hat-ten sich vermehret. Die Knochen an den Schen-keln und Armen wurden angefressen, und bey denzu ihrer Erleichterung unumgänglich nöthigen Be-wegungen, ohne daß man sie aus dem Bett genom-men hätte, waren beide Schenkel und ein Armgebrochen. Ein so fürchterliches Exempel sollt?die Gefahr unbedachtsam angewandter Heilungs-mittel, auch in denjenigen Fallen, die an und fürsich selbst nicht sehr wichtig zu seyn scheinen, rechtsinnlich machen. Ich muß noch erinnern, daßes Gliederschmerzen gebe, die gar keine Umschlageleiden, und welche säst durch alle Mittel gereitzetwerden. In diesen Fallen muß man nur den kran-ken