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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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179
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Von dem Gliederreißen. 179

mittelst einiger sehr einfachen Kunstgriffe, derenWahl die Umstände bestimmen, ganz leicht gesche-hen kann.

Wenn es möglich ist, so muß man bestandigeinen von den erweichenden Umschlagen No. y.gebrauchen. Ein laulichtes halbes oder ganzesBad, worin der Kranke nach hinlänglichen Ader-läsen und verschiedenen Clystiercn eine Stundeverweilet, giebt unendlich viele Erleichterung. Ichhabe gesehen, daß ein Kranker mit den heftigstenSchmerzen in den ienden, Hüften und einem Kniein das Bad gestiegen; wahrend des Bades undbeymAusgange aus demselbigen waren sie noch ebenso grausam; aber eine Stunde nachher, nachdem erwieder ins Bettgekommen, fiel er in einen Schweiß,welcher sechs und dreißig Stunden mit unglaub.licher Starke anhielte, und wurde geheilet. Vordem Bade aber müssen die Aderlässe oder wenig»siens eine andere Ausleerung vorhergegangen seyn,sonsten würde das Uebel nur grösser werden.

§. 172.

Die Schmerzen smd gemeiniglich die Nachthindurch am stärksten. Man giebt deswegenSchlasmachende Mittel. Dies ist sehr schlecht,indem sie recht merklich die Ursache des Uebels ver-mehren, und die Würkung der andern Mittel stö-ren. Sogar vergrössern sie die Schmerzen oft,anstatt sie zu stillen. Sie sind so wenig nütze, daßselbst der natürliche Scklaf im Anfangs dieserM 2 Krank.