Druckschrift 
Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
Entstehung
Seite
128
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

128 Von den Halskrankheiten.

6) Die Geschwulst und Rothe der Mandeln,des Zäpfieins, und des Gaumens war nicht be-trächtlich; aber die Ohren, und Kinnbacksdrüsen,und insonderheit die ersteren, waren äusserst ge-schwollen und entzündet, und der Schmerz, wor°über sie sich am meisten beklagten, war in diesenäusseren Theilen.

7) Wenn das Uebel heftig war, so schwollder ganze Hals auf, und da sogar die Gefäße,welche das Blut vom Gehirne zurückführen, bis-weilen gedrückt wurden, so verfielen die Krankenin eine Betäubung und Phantasien.

Z) Die Verdoppelungen des Fiebers warmziemlich unregelmäßig.

y) Das Wasser war nicht so feuerroth als inden andern Halskrankheitcn.

I n) Der Aderlaß und die übrigen Heilungs-mi tel gaben ihnen keine so geschwinde Erleichte-rung, und das Uebel daurcte länger.

11) Es kam zu keiner Eiterung, wie bey denandern Arten, aber bisweilen wurden die Man.deln zum Geschwür entzündet.

1 2) Fast bey allen Kindern und bey einemsehr großen Theile der Erwachsenen kam, entwe-der schon am ersten, oder auch an den folgenden,innerhalb der ersten sechs Tage, ein Ausschlag her-vor, der bey einigen eine ziemliche Aehnlichkeit mitden Masern hatte, doch von einer nicht so lebhaf-ten Farbe und ohne einige Erhöhung über dieHaut war. Er fing im Gesichte an, zunächst an

. den