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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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1 26 Von den Halskratckheiten.

§. 116.

Man sieht in der Schweirz oft eine Krank«heit, die von den eben beschriebenen Halsschadenunterschieden, aber, gleich diesen, mit einer Be-schwerde im Schlucken verbunden ist. Man nenntsie französisch Orciuonz, und oft Ourl«, oder ge-schwollene Ohren. Sie ist eine Verschleimungder Drüsen, welche zur Bereitung des Speichelsdienen, und hauptsächlich der beiden großen, wel-che zwischen.dem Ohr und dem Kinnbacken liegen,und ?arllri'ci« heissen; und der beiden unter demKinnbacken, welche man l^xill^rez nennt. Sieschwellen stark, und verhindern nicht nur das Schlu-cken, sondern auch dieOefnung des Mundes; denndie Bewegungen schmerzen heftig. Die Kindersind derselbigen mehr ausgesetzt, als erwachsenePersonen. Da gemeiniglich fein Fi>ber dabeyist, so braucht man auch keine Arzeneymitttl. Esist genug, die kranken Theile gegen die äusseretust zu verwahren, einen Umschlag daraufzulegen,die Menge der Nahrungsmittel stark zu vermin-dern, sich des Fleisches und des Weins zu enthalten,und steißig von einem warmen Getränke zu trin-ken,dasdie Feuchtigkeiten verdünnet,unddieAus-dünstung wiederherstellt. Ich habe mich selbstim Jahre 1754 von diesem Uebel geheilet, indemich, vier Tage lang, nichts als Thee von MelissenTrank, wozu ich ein Vierteil Milch und sehr we-nig Brodt fügte. Dieselbige iebensordnung hatmich oft von andern leichten Halsschmerzen befreyet.

§."7-