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und Dorfarzten.
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Ich sage es aus Ueberzeugung , daß die Anarchiein Ansehung der Arzneytunst vor allem aus gefahr-lich seye. Wenn diese Wissenschaft frey ist vonallen Reguln / und sich nach leinen Gesetzen rich-tet , so ist sie eine Geißel, die um so viel ab-scheulicher ist, weil sie unaufhörlich zuschlägt; undwenn man die Unordnungen nicht aus dem Wegeräumen lan, so muß man entweder bey höchsterStraft die Ausübung einer solch unglücklichen Kunstverbieten, oder wenn die Verfassung eines Staatsein so heftiges Mittel nicht erlaubt, nach der beyallgemeinen Landplagen herrschenden Gewohnheit,für dieses Unglück in allen Kirchen öffentliche Ge-beter verordnen.
§. sgo. Ein anderer Mißbrauch, welcherzwar nicht so gefährlich ist, als diejenigen, von de-nen wir bisdahin geredet haben, welcher indessenwürNich nicht geringen Schaden thut, und wenig-stens viel Geld aus dem Lande ziehet, wovon aberdas gemeine Voll weniger ein SchlcMopfer istals Leute von Vermögen, ist die einfältige Ver-blendung , nach deren man sich durch hochtrabendeAnkündigungen allgemeiner Arzneimittel, welcheman mit grossen Unkosten von fremden Orten ver-schreibt, betricgen last. Leute, welche sich überden gemeinen Pobel erheben, werden einem Markt-Dreyer nicht nachlaufen, weil sie es für nieder«trachtig halten, sich unter den gemeinen Haufen zu
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