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Herrn S. A. D. Tissot Anleitung für das Landvolk in Absicht auf seine Gesundheit
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535
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von den Ohnmachten. 53s

wenn er nicht in den Kentnissen von der Einrich-tung des menschlichen Leibs wohl bewandert ist,unbegreiflich sind , glauben gemacht, daß solchevielmehr von einer verdorbenen Einbildungskraftabhängen, und leine würlliche Krankheit seyen.Man siehet ein, sage ich, daß diese abentheurlicheAbänderungen der Zufalle, eine nothwendige Wür-lung der Ursach der Dünste seyen, und daß es inkeines Menschen Gewalt stehe, solche nicht zu ha-ben , so wenig als es in ihrer Gewalt stehet, ei-nen Anfall des Fiebers oder der Zahnschmerzennicht zu haben.

§. sQi. Einige Beyspiele werden die Begriffevon der Beschaffenheit der Dünste deutlicher machen.Ein Brechmittel erweckt das Erbrechen fürnemlichdurch die erweckte Reitzung in den Nerven des Ma-gen , diese Reitzung erzeuget einen Krampf in die-sem Theile des Leibs; wenn nun durch eine Folgeder Nervenkrankheit, welche die Dünste ausmacht,die Nerven des Magens mit der gleichen Heftigkeitzu würken anfangen, wie nach einem Brechmittel,so wird der Kranke durch eben so heftige Triebezum erbrechen geplaget werden, als ob er einBrechmittel eingenommen hatte.

Wenn eine falsche Bewegung der Nerven, wel-che sich durch die Lungen vertheilen, die kleinenBlasgen, welche bey jedem Athemzug eine frische

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