Von den Pocken.
23»
«nd tieft Gruben/ oder andere VenmstaltunMdie-ser Art nach sich ziehen tan. Zweytens / verhin«dert man, indem man dem Eyter einen Auswegverschaffet, daß er nicht in das Geblüt zurücktre-ten lan, wodurch eine der wichtigsten Ursache«der Lebensgefahr aus dem Weg gehoben wird.Drittens, last die Spannung der Haut nach,die Geschwulst des Gesichts und des Halses ver-mindern sich, nach dem Verhältniß, wie man diePocken öfnet, und man erleichtert dadurch denRücklauf des Geblüts aus dem Gehirn, welcheseinen sehr betrachtlichen Vortheil ausmacht. Manmuß diese Oefnung nach und nach in allen Theilenfortsetzen, so wie die Blattern zur Zeitigung ge-langen. Der eigentliche Zeltpunct, in welchemdieses geschehen soll, ist, wenn sie völlig weißsind, und ein wenig ins gelbe zu fallen anfangen,wenn zugleich der rothe Ring welcher solche um^geben hatte, ganz blaß ist. Man öfnet sie mitspitzigen Schecren; dieses verursachet den Kränkeltnicht die geringste Schmerzen; wenn man einegewisse Anzahl geöfnet hat, wischet man mit ei«nem in laues Wasser eingetauchten Schwamm denVyter ab, welcher sich sonst leicht in dlcke Rindenverwandelt. Da sich aber die leeren Blatternleicht wieder anfüllen, muß man nach Verlauf ei-niger Stunden die Oefnung wiederholten, undsolches zuweilen fünf oder sechsmahl nacheinander
vor-
'ÄN