von dem Halswehe.
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ja nicht einer Verdorbenheit des Magens zuschrei-ben / welche ein Brechmittel erheische. Es wäreein grosser Fehler, wenn man ein solches gebenwollte, indem es bey einer starken Entzündungden Tod bringen könte; oder man ist genöthigt,wahrender Würlung desselbigen, durch eine Ader-lasse seine Heftigkeit zu vermindern; diese Unvor-sichtigkeit macht oft, daß der Kranke, auch nachseiner Genesung, lange Zeit darben muß. In-dessen giebt es auch Halswehen mit Fieber begleitet,bey welchen man Brechmittel gebrauchen kan;nämlich, wo keine Entzündung vorhanden, oderwenn solche zertheilt ist, und in dem Magen undGedärmen eine faule Materie zurückbleibt. Ichwerde nachher hiervon reden.
§. ii 6. Es kommt in diesem Lande oft eineKrankheit vor, die von dem Halswehe, das ichbisher deschricben, verschieden ist, welche aberwie diese eine grosse Beschwerde im schlucken ver-ursachet. Man nennt sie in Französischer SpracheOrei!Ic>n5 und gemeinlich Ourl«. Man kansie im Deutschen eine Sveichelgeschwulst nennen.Sie bestehet in einer Verstopfung der Drüsen,welche zu der Vereitung des Speichels dienen,und sonderlich der zwey grossen Drüsen, welchezwischen den Ohren und dem Kinnbacke liegen,und welche (pgrociclcs) Ohrendrüsen genenntwerden, und der zweyen welche unter dem Kinn«
backe