i' 8 Entzündung des Ribbenfells,
Reitzung zum Erbrechen. Der Stich last sichnicht allemahl alsobald empfinden; zuweilen ge-schiehet dieses erst nach ewigen Stunden, zuwei-len den zweyten oder auch den dritten Tag. Zu-weilen empfindet der Kranke den Stich an zweyenOrten; selten aber ist er an beyden gleich stark,und der schwächere verschwindet bald: Andere-mcchl verändert der Stich seine Stelle, welchesgut ist, wenn der erste völlig verschwindet, böse,wenn beyde zugleich bestehen. Der Puls ist indieser Krankheit gemeinlich sehr hart; allein indem betrübten Falle des (§. 47. und 92.) wird erweich und klein. Es zeigt sich oft gerade bey demAnfang ein gleicher Auswurf wie bey der Entzün-dung der Vrust; anderemahl bleibt er völlig weg;in solchem Falle nennt man die Krankheit einetrockne Ribbenfellsentzündung, welche nicht seltenvorkommt. Zuweilen hat der Kranke gar leinenoder geringen Husten. Er lan zuweilen mit weni-ger Beschwerde auf der kranken als auf der gesundenSeite liegen. Der Fortgang dieser Krankheit istder nemllche wie bey der vorhergehenden; wiesollte er verschieden seyn? auch die Heilungsmittelsind die nemlichen. Zuweilen stellet sich ein be-trächtliches Nasenbluten ein, welches ungemein er«leichtert; zuweilen aber kommt solches mit einerGattung von verdorbenem Geblüt, wenn der Krankesich sehr übel befindet, dieses kündigt den Tod an.
§.93.