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2 (1859)
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24G

Sechster Abschnitt. Angewandter Theil.

Zweiundvierzigstes Kapitel.

S c h w e f e 1.

Die Bestimmung des Schwefels in festen Schwefelmetallen geschiehtam besten durch Ueberfiihren desselben in Schwefelsäure und Bestimmungder entstandenen Schwefelsäure. Zur Oxydation des Schwefels dient ambesten chlorsaures Kali in Verbindung mit kohlensaurem Kali und Natron.Die Oxydation durch Salpeter giebt fast immer um 2 bis 3 Proc. zu hoheResultate, weil die Gegenwart der Salpetersäure in dem untersetzten Sal-peter eine Fällung von salpetersaurem Baryt auf dem schwefelsauren ver-anlasst. Es wird dadurch mehr Baryt gefällt, als der Schwefelsäure entspricht;da die Bestimmung der Schwefelsäure auf maassanalytischem Wege eine Rest-methode ist, so wird zu wenig Barytlösung abgezogen, also zuviel in Anrech-nung gebracht. Man macht ein Gemenge von 1,5 Thl. reinem kohlensaurenKali, 1 Thl. kohlensaurem Natron und 2 Thln. chlorsaurem Kali. Mitdiesem Gemenge mischt man das sehr fein gepulverte Schwefelmetall ineinem Platintiegel und schmilzt bei aufgesetztem Deckel und langsam zu-nehmender Hitze, bis die Masse ruhig fliesst. Nach Bedürfniss kannman eine kleine Menge chlorsaures Kali nachwerfen. Der aussen ge-reinigte Tiegel wird in einer Porzellanschale mit gutem Ansguss mit de-stillirtein Wasser zusammengebracht und das Salzgemenge durch Erwär-men gelöst, dann filtrirt und ausgewaschen. Das Filtrat enthält schwefel-saures Alkali mit kohlensaurem gemischt. Man übersättigt schwach mitSalzsäure, fällt dann die Schwefelsäure mit bestimmten und überschüssi-gen Mengen von Normal-Chlorbariumlösung, dann nach einigem Erwar-men vollends mit kohlensaurem Ammoniak und filtrirt. Der kohlensaureBaryt im Niederschlag wird mit Normal-Salpetersäure bestimmt und nachI, S. 90 ff. berechnet.

Die Schwefelbestimmung gelingt ganz gut, wenn die Aufschliessunggelingt. Dies ist aber nicht immer der Fall. Es mögen hier noch einigespecielle Anwendungen Platz finden.

1) Bleiglanz.

0,5 Grm. Bleiglanz mit 2 Grm. Alkalimischung und 1 Grm.chlorsanrem Kali eingeschmolzen und noch etwas chlorsaures Kali nach-gegeben. Das ausgeschiedene Bleioxyd hatte die Farbe der Mennige.

Zum Filtrat 10 CC. Normal-Chlorbariumlösung, dann mit kohlen-saurem Ammoniak ausgefällt. Der kohlensaure Baryt sättigte

1) 5,5 CC- Normalsalpetersäure,

2) 5.7

Im ersten Falle entsprechen dem Schwefel 10 5,5 = 4,5 CC.